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LVN-Masters am 05.07.2026 in Wassenberg

geschrieben von Harald Eifert am Montag, 06 Juli 2026 10:16 Uhr

Für unseren SC Myhl Leichtathletik war es nahezu ein magisches Wochenende, denn neben den Top-Bedingungen, einem Top-Team in der Orga, sowie sehr gut aufgelegte Athletinnen und Athleten, passte alles zusammen. Auch wenn in diesem Jahr die Titelkämpfe der Masters ohne die Beteiligung der Athletinnen und Athlen des FLVW als eintägige Veranstaltung durchgeführt wurden, so konnten insgesamt 96 PB's und 282 SB's aufgestellt werden. Das allein ist schon ein Wert, der für sich steht. Die Leichtathletik der Masters lebt nicht nur, sie wird auch stärker. Und daran hatten unsere Sportler/innen großen Anteil. Mit 19 Teilnehmern/innen sowie drei Staffeln zeigte sich unser Verein sehr gut aufgestellt.

Da das Stadion bereits tags zuvor hergerichtet wurde, brauchte es nur noch ein paar weniger Handgriffe damit die Anlage für die Wettkämpfe fertig war. Ab 7.15 Uhr waren die Myhler auf der Anlage, um dies auch zu gewährleisten. 

Die Wettkämpfe konnten pünktlich um 10.00 Uhr beginnen, da die Wettkampfanlagen fertig hergerichtet und die Kampfrichter und Helfer/innen nahezu komplett angereist waren. Außer einem kleineren Sprühregen-Intermezzo war es trocken und Temperaturen zwischen 24 und 26 Grad begleiteten uns über den gesamten Wettkampftag. Die Stimmung war vernehmlich gut, wozu auch die Moderation und die musikalische Begleitung einen großen Anteil hatten.

Die Ergebnisse des vergangenen Jahres für unsere Sportler/innen waren mit zweiundzwanzig Medaillen (11/7/4) schon außerordentlich gut, und davon ausgehend war das Ziel wieder eine zweistellige Medaillenausbeute. Das es am Ende des Tages mit 17 x Gold, 3 x Silber und 6 x Bronze nochmals eine Steigerung geben würde, daran hatte wohl niemand gedacht. Und das in diesen Erfolgszahlen auch noch acht persönliche Bestleistungen, sowie fünf neue Vereinsrekorde enthalten sind, setzt dem Gesamtbild noch das sprichwörtliche Krönchen auf.

Doch nun zu den Erfolgen unserer Masters, die bereits um 10.00 Uhr in den ersten Wettkämpfen standen. So erreichte Oli Kranz in der M45 mit der Kugel 8,20 m, was den Titel bedeutete. Gleichzeitig, fünfzig Meter weiter schleuderte Anja Deckers den Diskus in der W55 auf unerreichte 27,50 m und holte damit ebenfalls Gold. Vom Kugelstoßen aus "tingelte" Oli dann zum Weitsprung, um sich dort erstmals nach über 20 Jahren wieder dem "Sandkasten" und dessen Umfeld zu stellen. Da er leicht verletzt angereist war, verzichtetet er auf vollen Einsatz (ähnlich wie mit der Kugel) und sprang mit 3,79 m ebenfalls zu Gold.

Da sich Mario Till leider im Vorfeld verletzt hatte, musste er sowohl auf den Einsatz über 400 m,  als auch in später stattfindenden Staffel verzichten. Dafür feuerte seinen Trainingskameraden Alexander Elsner an, damit dieser auf's Treppchen laufen sollte. Mit einem starken Rennen lief Alex nicht nur mit 60,42 sek die erneute Norm für die DM der Masters in Mönchengladbach, sondern holte sich mit einem starken Finish auch die Bronzemedaille.

Nun kam die Zeit von Peter Holthuijsen, der sich in der M65 für das Kugelstoßen gemeldet hatte. Mit neuem Vereinsrekord von 10,90 m gewann er schließlich auch den Titel, zu dem später auch noch der Titel im Diskuswerfen kam. Dort schleuderte er die Scheibe auf die neue Vereinsrekordweite von 31,91 m.

Für unsere Farben folgten nun die 400 m der W40, sowie die 1.500 m Läufe der Seniorinnen und Senioren. Über 400 m hatte Nadja Krupskij gemeldet und auch sie bot uns allen ein tolles Rennen, was schließlich in guten 73,07 sek endete. Damit holte auch sie Gold und den damit verbundenen Titel.

Kai Weyers (M30) und Bernd Montforts (M45) stellten sich der Konkurrenz über 1.500 m, und da die Anzahl der Läufer so groß war, wurden zwei Läufe gestartet. Kai stand an der Startlinie des ersten Laufes und machte von Anfang Druck auf die Konkurrenz. Final belegte er mit 4:40,39 min den "Platz an der Sonne" und verteidigte seinen im Vorjahr an selber Stelle erreichten Titel. Bernd, der im zweiten Lauf aufgerufen war, war ebenfalls sehr gut aufgelegt. Angefeuert von den Fans und lautstark motiviert ergriff auch er zur Hälfte der Strecke die Initiative in seiner Gruppe und machte ordentlich Druck. Auf den letzten 250 m wurde er dann von seinen direkten Verfolgern überholt, was ihn aber nur noch mehr motivierte. Auf den letzten 120 m setzte er dann zum Konter an und setzte einen unwiderstehlichen Endspurt an, dem die beiden anderen Läufer nichts mehr entgegen zu setzen hatten. Final belegte mit der neuen PB von 5:14,45 min einen schönen fünften Rang in der M45.

Im Anschluss an die Männer standen dann die Damen auf der Bahn, um die begehrten Medaillen zu fighten. Unter ihnen auch Ines Ditters, die in der W50 startete. Auch sie zeigte eine hervorragendes Rennen, was sie mit einer starken Schlussrunde und neuer PB von 6:03,99 min unter Beweis stellte. Das sie damit erneut die Norm für die Masters DM in MG unterbot, soll ebenso Erwähnung finden, wie ihre Bronzemedaille. Das war das Ziel.

Jetzt kam die Zeit der Sprinter und Sprinterinnen, die für die 100 m gemeldet hatten. Nina Gläsner setzte in der W40 mit 16,69 sek das erste Achtungszeichen, in dem sie damit Silber gewann. Bianca Till erzielte in der W45 mit 15,80 sek (-2,5m) Rang fünf, während Ira Horstmann sich in der W55 mit 17,62 sek den Titel sicherte. Und auch Beate Derichs machte in der W60 wieder von sich Reden, denn ihre Zeit von 19,20 sek war nicht nur neuer Vereinsrekord, sondern bedeutete auch gleichzeitig Bronze.

Bei den Männern standen mit Ingo Driemeyer (M45) und Markus Becker (M50) zwei weitere Myhler am Start über die kurze Sprintstrecke. Während Ingo sich mit 13,50 sec die Silbermedaille sicherte, belegte Markus mit 15,84 sek Rang sechs. Und während die Sprinter am "Werke" waren schleuderte nahezu unbemerkt Björn Simon in der M45 den Diskus. Sein bester Wurf, der mit 31,43 m gemessen wurde, bedeutete neue PB und den Titel. Seinen späteren Einsatz mit dem Speer musste er leider wegen einer leichten Blessur und einer Weite von 37,82 m abbrechen, konnte aber dennoch Gold mit nach Hause nehmen.

Jetzt stand Therese Jäger nach längerer Belastungspause am Weitsprung und versuchte verletzungsfrei durch diesen Wettkampf zu gelangen. Dies schaffte sie mit der bärenstarken Leistung von 4,52 m, was gleichzeitig neue PB, neuen Vereinsrekord und den Titel in der W50 bedeutete.

Direkt nach ihr nahm auch Hubert Ollmanns, der mehrere Monate wegen Verletzung gefehlt hatte, den Wettkampf im Weitsprung auf. Dies tat er vorsichtig und kontrolliert, wobei seine 4,53 m mit dem "falschen" Bein erzielt wurden. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, um eine weitere Verletzung zu vermeiden. Das diese Leistung in der M65 dennoch zum Sieg und Titel reichten, zeigt auch seine Klasse.

Während Hubert noch sprang, standen die Sprinter und Sprinterinnen erneut auf der Laufbahn, da die 200 m auf dem Zeitplan standen. Dieses Mal waren allerdings zuerst die Herren an der Reihe. Das waren für uns Ingo Driemeyer und Alexander Elsner, beide in der M45 startend. Während Ingo mit 27,29 sek Rang vier erzielte, donnerte Aleander auf der Außenbahn mit 27,72 sek und neuer PB auf Rang fünf.

Jetzt waren unmittelbar danach die Damen an der Reihe, und auch sie waren wieder alle erfolgreich. In der W40 lief Nina Gläsner mit 35,45 sek auf den dritten Rang, während Bianca Till in der W45 mit 32,90 sek Platz fünf belegte. Ira Horstmann konnte auch über 200 m mit 37,10 sek den Sieg in der W55 einfahren, womit sie nun Doppelmeisterin war. In der W60 stand final auch noch Beate Derichs am Start, die nach 40,61 sek und neuem Vereinsrekord mit Bronze belohnt wurde.

Während die Damen mit den 200 m Läufen beschäftigt waren, stand Anja Deckers im Wettkampf des Kugelstoßens. Ebenso wie beim Diskuswerfen war die Konkurrenz sehr gut und musste schon eine Menge investieren, um auch hier erfolgreich zu sein. In einem spannenden Wettkampf holte sie sich mit der neuen Jahresbestweite von 9,51 m die Silbermedaille.

Es ging Schlag auf Schlag für unsere Athletinnen und Athleten weiter, denn nun waren es Kerstin Krolikowski (W55) und Therese Jäger (W50), die sich im Dreisprung- Wettkampf befanden. Hierbei war die Besonderheit für Kerstin, dass sie innerhalb von dreißig Minuten vom Dreisprung zum Speerwurf wechseln musste. Ein abenteuerliches Unterfangen, aber manchmal verlangt ein Zeitplan so etwas. Therese machte auch in diesem Wettkampf eine tolle Figur, denn ihre final erzielten 8,78 m waren trotz der langen Verletzung nur fünf Zentimeter unter der Vorjahresleistung und dem Vereinsrekord. Und um nichts zu riskieren, beließ sie es auch nach drei Versuchen dabei und verzichtete auf die letzten drei Versuche - Chapeau. Kerstin absolvierte aufgrund der vorgenannten Problematik nur zwei Versuche und "rannte" dann zum Speerwurf. Das ihre 7,87 m in der W55 ebenso zum Titel reichten, wie bei Therese in der W50, soll natürlich nicht unerwähnt bleiben. Im anschließenden Speerwurf erzielte sie mit 25,65 m die viertbeste Weite in der W55. Hier blieb die Medaille wahrscheinlich ein "Opfer" des Zeitplanes (den natürlich jeder vorher wusste).

Nun standen die Langhürden für kurze Zeit auf dem Time-Tableau. Über die 400 m Runde mit zehn Hürden hatte sich Sonja Bauer gemeldet, die ebenfalls einen kleinen vorsichtigen Versuch des Wiedereinstiegs wagte. Mit Laufschuhe bestritt sie diesen Wettkampf und finishte in 100,30 sek. Belohnt wurde sie für ihren Versuch und Mut mit der Goldmedaille.

Und so wie unsere Athletinnen und Athleten bereits um 10.00 Uhr zu Beginn in den Wettkampf eingriffen, so beschlossen sie auch diese Meisterschaften. Die 4 x 100 m Staffeln standen auf dem Programm als abschließende Disziplin. Wir konnten erstmals drei Teams an den Start bringen, und das obwohl mit Mario Till und Lisa Puyn verletzungs- bzw. krankheitsbedingt zwei Athlet/in ersetzt werden mussten. Doch auch das gelang, und wie. In der Besetzung Ingo Driemeyer, Alexander Elsner, Bernd Montforts und Markus Becker erzielte dieses Team 55,93 sek und holte sich den Titel. Direkt im Anschluss standen alle Damenstaffeln am Start, wobei der SC Myhl LA sogar zwei Teams (W40 und W50) aufbieten konnte. Während das Team der W40 mit Nadja Krupskij, Nina Gläsner, Sonja Bauer und Bianca Till in 61,88 sek finishte und ebenfalls den Titel einstreichen konnte, sicherten sie die Damen der W50 mit Ines Ditters, Anja Deckers, Therese Jäger und Ira Horstmann mit 69,86 sek die Bronzemedaille.

Nachdem die Wettkämpfe beendet waren, die Sportler/innen und Kampfrichter bereits den Heimweg angetreten hatten, machte sich ein vielköpfiges Team (darunter viele gestartete Athletinnen und Athleten) daran alle Zelte, Hürden, Absperrungen und Transparente abzubauen, den Fahnenschmuck runterzuholen, die Wettkampfanlagen wieder in den "Normalzustand" zu bringen, und die Tribüne mit Gebäude zu säubern. Als dann auch der DJ (wieder einmal einen großen Dank an Lars) und die Logistik des Verbandes die Anlage verlassen hatten, wurde die Anlage wieder verschlossen verlassen.

Dem gesamten Myhler Team gehört wieder einmal größter Respekt, denn solch eine Veranstaltung zu stemmen heißt schon etwas. Dekorierte Gäste, wie der MdL Thomas Schnelle und auch der KSB-Vorsitzende Jürgen Meuser geizten ihrerseits nicht mit Lob und Anerkennung für die geleistete Arbeit und der daraus resultierenden Wertschätzung im gesamten Kreis Heinsberg und darüber hinaus. Dieser Meinung verbunden mit einem großen Dankeschön schließen wir uns sehr gerne an.