Leider regnete es fast den gesamten Tag über, und erschwerend kam auch noch Schneeregen dazu. Die Temperaturen befanden sich zu Beginn bei zwei Grad und stiegen maximal auf 5 Grad an. Also eigentlich Winterwurfwetter. Gedanklich waren wir am Freitag (ohne aber darüber zu sprechen) fast soweit, dass wir die Veranstaltung abgesagt hätten. Doch wussten wir auch, dass die Werferinnen und Werfer noch mal ein Stück härter sind, als andere Sportler, und so beschlossen wir gemeinsam neben unseren zwei großen Zelten, noch neun weitere Zelte kurzfristig zu mieten. Diese wurden dann auch morgens vor dem Wettkampf pünktlich um 8.30 Uhr geliefert und sofort an den jeweiligen Wettkampfstätten aufgebaut. Das bedeutete, dass neben den Pavillons und Zelten, unter denen die elektronischen Messgeräte und die jeweiligen Mitarbeiter untergebracht waren, auch die Kampfrichter/innen, die die Leistungen notierten unter Pavillons saßen. An jeder Wettkampfstätte (2 x Kugelstoßen, 2 x Diskuswerfen und 2 x Speerwurf) wurden größere Zelte und Pavillons aufgestellt, sodass die Sportlerinnen und Sportler sich während ihrer Wettkämpfe unterstellen konnten. So hatten wir auch unter allen Zelten und Pavillons noch Bänke aufgestellt, damit man sich bei Bedarf noch setzen konnte.
Neben den Zelten waren vor allem die große Tribüne, die Umkleiden und auch der sehr warme Mehrzweckraum sehr stark frequentiert. Dort konnten sich alle immer wieder auch stärken und aufwärmen.
Wir wollten trotz der Witterungsbedingungen, dass sich alle Athletinnen und Athleten, sowie deren Trainer/innen recht wohl fühlten, und das die Wettkämpfe noch ein wenig Spaß machten. 27 Vereine hatten 135 Athletinnen und Athleten für diesen Wettkampf angemeldet die knapp 275 Starts vor sich hatten. Die meisten von ihnen reisten auch an und hatten eine Menge Spaß. Es war zwar sehr kalt, aber insgesamt sprachen 55 neue persönliche Bestleistungen und 7 Saisonbestleistungen doch eine klare Sprache. Und das mit Swantje Blanke vom ART Düsseldorf auch eine Masters-Athletin in der W35 mit 31,49 m im Diskuswerfen, sowie 30,52 m mit dem Speer die Normen für die Deutschen Meisterschaften der Masterklassen im Sommer in Mönchengladbach knacken konnte, verdient ebenfalls besondere Erwähnung.
Neben den Zelten, waren vor allem die große Tribüne, die Umkleiden und auch der sehr warme Mehrzweckraum sehr stark frequentiert. Dort konnten sich alle immer wieder auch stärken und aufwärmen. Aus Sicht des SC Myhl LA waren dieses Mal nur drei aktive Sportler/innen an den Wettkämpfen aktiv beteiligt. In der WU 18 warf Lina Till den Speer auf 14,85 m und belegte damit Rang fünf. In der gleichen Altersklasse, aber bei den männlichen Teilnehmern, stellte sich Marik Hara erstmals den Konkurrenten im "eigenen" Stadion. Mit 10,34 m im Kugelstoßen erzielte er nicht nur neuen Hausrekord, sondern gewann diese Disziplin auch. Mit dem 700 gr. Speer kam er ebenfalls gut zurecht und erzielte im dritten Versuch mit 33,99 m ebenfalls neue persönliche Bestleistung. Last but not least schleuderte Kerstin Krolikowski an diesem kalten Wettkampftag das 500 gr. schwere Arbeitsgerät auf 23,62 m und gewann ebenfalls diese Konkurrenz.
Wir gratulieren euch zu diesen Leistungen und bitten euch die kommende Saison zu nutzen, denn der Anfang ist nicht nur gemacht, sondern auch gut verlaufen.
Bei unserem über vierzig Köpfe zählenden Vereinsteam bedanken wir uns an diese Stelle ganz besonders, denn das war nicht nur eine tolle Veranstaltung, sondern durch das Team überhaupt erst möglich. Von morgens 8.30 Uhr bis abends 18.15 Uhr harrten alle bei Nässe und Kälte aus, um den Sportler/innen und mitgereisten Fans die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu bieten. Das war auch das Urteil von vielen Gästen schon während der Veranstaltung. Aber auch als sie nach "getaner Arbeit" den Heimweg antraten, bedankten sie sich, und sprachen von einer sehr guten Organisation. Aus unserer Landeshauptstadt kam der Dank mit dem Vergleich zu nationalen Titelkämpfen, die nicht besser seien, als das was unser Verein am Samstag auf die Beine gestellt hat. - Chapeau.