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LVN-Hallenmeisterschaften der Masterklassen in Düsseldorf

geschrieben von Harald Eifert am Samstag, 21 Februar 2026 23:45 Uhr

Es waren besondere Hallenmeisterschaften der Masterklassen, die an diesem Samstag in der Düsseldorfer Leichtathletik-Halle durchgeführt wurden. Und erstmals stellten wir wirklich ein Team, dass sich in allen Wettkämpfen hervorragend durchzusetzen vermochte.

Mit 20 Athletinnen und Athleten sowie zwei Staffeln waren wir an diesen Meisterschaften beteiligt. Die daraus resultierenden Ergebnisse waren für unseren Verein bislang einzigartig.

Nicht nur, dass Edelmetall ohne Ende "eingefahren" werden konnte, es wurden auch eine Menge persönlicher Bestleistungen, Vereinsrekorde und erfüllter Normen für die nationalen Titelkämpfe in zwei Wochen an gleicher Stelle erzielt, die selbst den größten Optimisten viel Beifall abverlangten.

Direkt zu Beginn der Veranstaltung holten sich Björn Simon und Oliver Kranz auf der Außenanlage im Diskuswerfen (Winterwurf) der M45 den Doppelsieg. Die Leistungen aller Athletinnen und Athleten, die auf diesem Ring werfen mussten, waren am heutigen Tage nicht so gut. Der Ring feucht, glatt und schmierig, sodass es auch einige Stürze gab, und die Aktiven auf einfache Laufschuhe umsteigen mussten, damit sie etwas Profil unter den Schuhen hatten. Von daher waren die 26,12 m (Björn) und 24,59 m noch ganz in Ordnung - Silber und Gold waren aber sicher.

Gleichzeitig stellte sich Anja Deckers in der W55 der Konkurrenz im Kugelstoßen. Und was im Einstoßen überhaupt nicht funktionierte, stellte sich direkt beim ersten Stoß ins absolute Gegenteil um. Mit 10,01 m erzielte sie nicht nur eine neue persönliche Bestleistung in der W55, sondern auch einen neuen Vereinsrekord auf. Das sie damit auch die Norm für die nationalen Titelkämpfe unter dem Hallendach in zwei Wochen und den Titelkämpfen im Sommer in Mönchengladbach geknackt hatte, war so überhaupt nicht zu erwarten. Damit gewann sie außerdem ganz überraschend den Titel bei diesen Meisterschaften. - Medaille Nummer 3.

Als nächste unserer Teilnehmer/innen standen in der M45 Ingo Driemeyer über 60 m und bei der W55 Kerstin Krolikowski im Speerwurf auf der Außenanlage am Start ihrer Wettkämpfe. Während Ingo mit starke 8,36 sec  Rang fünf belegte, landete Kerstin mit 28,31 m auf dem Silberrang. Auch sie verbesserte damit ihren eigenen Vereinsrekord aus dem Jahre 2024. - Medaille Nr. 4.

Um 12.00 Uhr lief Bernd Montforts die 1.500 m in der M45 und konnte dabei mit 5:21,92 min einen schönen fünften Rang erzielen. Im Anschluss daran ging es wirklich Schlag auf Schlag und die Betreuer und Fans hatten wirklich alle Hände voll zu tun. Um 12.40 Uhr stand Therese Jäger in der Weitsprungkonkurrenz der W50, während Alexander Elsner und Ingo Driemeyer in der M45 die Hallenrunde unter die Füße nahmen. Kurz danach (12.45 Uhr) stellte sich Björn Simon erneut im Winterwurf der Konkurrenz im Speerwurf. Also für alle ein reichliches Programm, aber es sollte sich auch für alle lohnen, denn während Therese mit 4,06 m den Weitsprung gewann (Medaille Nr. 5), stellte Alex Elsner über 200 m mit 27,69 sec einen neuen Hausrekord auf  und belegte damit in der M45 Rang fünf. Das er wirklich alles gegeben hatte, sah man auf den letzten fünf Metern vor dem Ziel, wo er seine Beine nicht mehr so schnell nach vorne bringen konnte, wie der Kopf es wohl wollte. Er "segelte" förmlich über die Ziellinie. Hinter ihm finishte Ingo Driemeyer mit 27,75 sec als Sechster. Gleichzeitig gab es unter freiem Himmel durch Björn Simon mit dem Speer die nächste Medaille (Nr. 6), denn mit 41,02 m gewann er seine Klasse.

Während Wolfgang Paulus sich in der M70 auf seinen Start über 200 m vorbereitete und mit 41,23 sec Silber gewann, stellte sich Anja Deckers im Winterwurf der Konkurrenz im Diskuswerfen. Auch sie hatte mit den schlechten und rutschigen Bedingungen zu tun und musste sich dieses Mal mit 21,38 m zufrieden geben. Dennoch bedeutete diese Leistung ebenfalls den Sieg (die Medaillen 7 und 8).

Jetzt begann die Zeit der Sprinterinnen, die die Hallenrunde zu absolvieren hatten. Als erste betraten unsere Athletinnen der Klasse W40 die Bahn, Sonja Bauer und Nadja Krupskij, und auch sie gaben eine tolle Vorstellung über die Hallenrunde ab, denn mit 32,75 sec blieb Sonja nur ganz knapp über ihrer Bestzeit aus dem vergangenen Jahr unter freiem Himmel und belegte Platz vier. Nadja konnte mit 34,36 sec sogar eine neue Bestleistung erzielen. Damit belegten sie die Plätze vier und fünf in dieser Altersklasse. Direkt im Anschluss liefen auch Bianca Till (W45) Ira Horstmann (W55) und Beate Derichs (W60) die 200 m, und auch sie waren sehr gut drauf. Während Bianca mit 33,61 sec ihre "Draußenbestzeit" ebenfalls knapp verfehlte, holte sie sich  den Sieg und Gold in der Klasse W45 (Medaille Nr. 9). Ira war über diese Strecke mit 38,24 sec schneller als in den Freiluftrennen, sodass sie damit einen neuen Hausrekord verzeichnete und dafür auch anschließend mit Silber belohnt wurde. Ebenfalls Silber gewann Beate Derichs, die über diese Strecke 40,85 sec notierte und ebenfalls knapp über ihrer Bestzeit blieb. Die Medaillen 10 und 11 ! .

"Leise, still und heimlich" bereiteten sich Therese Jäger und Kerstin Krolikowski gleichzeitig für ihren letzten Wettkampf am heutigen Tag vor - dem Dreisprung in der W50/55. Auch sie wurden während ihres Wettkampfes von unseren Betreuern/innen und Fans unterstützt, sodass sie sich final mit 8,01 m (Therese) und 7,78 m (Kerstin) nicht nur Gold und den Titel holten, es waren ebenfalls die Normen für die nationalen Titelkämpfe in zwei Wochen an gleicher Stelle. Außerdem bedeuteten es heute die Medaillen 12 und 13. Und ebenfalls gleichzeitig zeigten Ines Ditters (W50) und Alexander Elsner (M45) nun ihr Können über 800 m. Für Ines war es der erste Start an diesem Wettkampftag, und diesen Lauf über vier Runden beendete sie mit sehr guten 2:56,41 min, wofür sie bei der Siegerehrung Bronze erhielt. Alex, der von seinem 200 m Rennen ordentlich gezeichnet war (10 kleinere und größere Pflaster hatte der Sanidienst ihm nach seinem Sturz "verpasst", damit die großflächigen Abschürfungen sich nicht entzünden können), beendete das Rennen nach für ihn nicht aussagekräftigen 2:32,13 min, aber das lag einwandfrei an seinem Rennen über die Hallenrunde mit dem finalen Sturz. Zur Freude aller gewann er aber mit dieser Zeit die Klasse M45 - Medaillen  Nr.: 14 und 15.

Doch das große Finale, die Läufe über 4 x 200 m der Frauenstaffeln W40 und W50 kamen ja erst noch. Diese beide Wettkämpfe waren schon seit Wochen in unser aller Köpfe, und alle beteiligten "Mädels" hatten nur eines im Kopf: Sie wollten die Norm für die Deutschen Hallenmeisterschaften in zwei Wochen in der selben Halle knacken. Wenn diese Titelkämpfe schon mal in unserer Nähe sind, dann geben wir auch alles und noch ein bisschen mehr, damit das klappt. Aber das ist ja nicht immer so einfach, denn Karneval lag in der Vorbereitung dazwischen (Erkältungsgefahr) mehrere kleinere Verletzungen begleiteten das Training der letzten Wochen und Monate, sodass ein kleines Fragezeichen über ihrem Ziel stand.

Doch allem Unken zum trotz standen sie heute alle am Start und wollten alles geben. Und das taten sie dann auch. Während die Norm für die W40er Staffel bei 2:15 min stand, musste die Staffel der W50 unter 2:30 min bleiben. Alle hatten ja schon einen längeren Wettkampftag in den Beinen, aber dennoch "gierten" sie diesen Zielen entgegen.  Im Lauf der Staffeln der W40 standen vier Teams am Start und unsere Staffel stand auf Bahn vier. Nach dem Startschuss begleitete ein ohrenbetäubender Lärm das gesamte Rennen und während unsere Mädels ihre Sache alle richtig gut machten, schafften sie es final sogar noch den Bronzerang zu sichern. Die Zeit - tja das hatten wir alle nicht erwartet, denn mit 2:09,94 min hatten sie die Norm für die Deutschen Hallenmeisterschaften der Masters geknackt. Was für ein Jubel. Medaille Nr. 16.

Jetzt kam als letztes Rennen noch das Rennen der Damen W50, in dem sich drei Teams am Start befanden. Und wieder hatte das Myhler Team mit Bahn vier die Außenbahn. Egal - jetzt erst recht, so hatten wir alle den Eindruck. Und auch diese vier Mädels rannten was das Zeug noch hergab. Als dann im Ziel die Uhr bei 2:19,68 min stehen blieb, kannte der Jubel kein Ende mehr. Acht Frauen, von denen fünf erst seit knapp ein bis zwei Jahren bei uns im Verein das Training recht regelmäßig besuchen, eine Mittelstrecklerin, eine Werferin und eine Springerin mit Sprintfähigkeiten. Wir alle kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, aber das war wieder ein Beweis dafür, dass der Glaube an ein Ziel, den sogenannten "Berg versetzt", und Silber gab es obendrein auch noch. Medaille Nr. 16 !!!!

Einige Bestleistungen, zwei Vereinsrekorde, fünf Normen für die Deutschen Hallenmeisterschaften der Masters, neun mal Gold, fünf mal Silber und zwei mal Bronze, sowie einen vierten, vier fünfte und ein sechster Platz können sich mehr als sehen lassen. Sechzehn Medaillen haben unsere Sportler/innen noch nie von diesen Meisterschaften mit nach Hause gebracht. Chapeau.

Herzlichen Glückwunsch zu all euren Leistungen und weiterhin viel Spaß bei unserer Leichtathletik.