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Gemeinsame Mehrkampfmeisterschaften in Korschenbroich 2. Tag

geschrieben von Harald Eifert am Sonntag, 31 August 2025 23:47 Uhr

Heute fand in Korschenbroich der zweite Tag der gemeinsamen Mehrkampfmeisterschaften der Regionen Südwest, Südost und Mitte statt. Organisation und Durchführung lag in den Händen der Region Mitte und dem örtlichen Ausrichter Korschenbroicher LC, denen an dieser Stelle ein dickes Lob ausgesprochen werden muss. Obwohl das Stadion nicht über eine Tribüne verfügt, hatten sich die Organisatoren eine Menge einfallen lassen. Es waren viele Pavillons aufgestellt worden, um die Sportlerinnen und Sportler vor Sonne, aber auch vor Regen zu schützen. Auch Sitzmöglichkeiten waren überall aufgestellt worden, damit die Sportler/innen, aber auch die mitgereisten Fans, sich immer wieder setzen konnten.

Der Ablauf war auch heute wieder zügig und reibungslos.

Zu den bereits gestern angetretenen Siebenkämpferinnen unseres Vereins, gesellte sich heute auch mit Kyllian Driemeyer ein Vierkämpfer. Damit waren heute acht unserer Athleten/tinnen im aktiven Einsatz, und das auch heute wieder mit großem Erfolg.

Kyllian war es auch, der mit dem Weitsprung der M14 den heutigen Wettkampftag begann. Seine Probesprünge waren sehr überzeugend, und auch die ersten beiden Sprünge im Wettkampf waren sehr weit, aber leider leicht übergetreten. In seinem letzten Versuch erreichte er dann einen gültigen Sprung, der mit 4,33 m (neue PB) gemessen wurde. Aus der Sandgrube ging es dann für den jungen Athleten zum Start des 100 m Laufes. Leider ließ er sich bei seinem Lauf kurz nach dem Start von einem anderen Läufer dermaßen irritieren, dass er kurz stehenblieb, dann aber doch weiter zum Ziel lief. Der neben ihm gestartete Junge blieb aus für uns allen unerklärlichen Gründen stehen und beendete sein Rennen. Kyllian erreichte das Ziel mit 15,15 sec und verlor durch seine kurze "Pause" nach dem Start einige Punkte. Dennoch war dieses Erlebnis für ihn eine wertvolle Erfahrung, denn so schnell wird er nicht mehr in einem Rennen stehenbleiben.

Daran anschließend ging es dann für ihn zum Kugelstoßen, wo er sich ebenfalls eine neue Bestleistung vorgenommen hatte. Direkt im ersten Versuch knallte er die Kugel auf 7,40 m (PB), setzte im zweiten Versuch aber noch einen drauf, in dem er den 4 kg schweren Eisenball auf 7,52 m beförderte. Neue PB und weitere wichtige Punkte. Den Abschluss seines Vierkampfes bildete seine Lieblingsdisziplin - der Hochsprung. Und auch in dieser Disziplin machte er eine sehr gute Figur. Er konnte zwar seine Bestleistung nicht knacken, zeigte aber viele technisch ansprechende Versuche, die für die Zukunft einiges versprechen. Im Gesamtklassement aller Teilnehmer belegte Kyllian mit 1.557 Punkten einen sehr schönen dritten Rang, sicherte sich aber in der Region Südwest den Meistertitel.

Mittlerweile hatten auch die Mädels ihre Wettkämpfe im Siebenkampf aufgenommen. So lief Romy Bauer in der W14 mit 14,24 sec über 80 m Hürden ebenfalls neuen Hausrekord (und das mit zwei Viererabständen zu Beginn des Rennens). Es war der Beginn eines starken zweiten Wettkampftages (ohne Wind). Anschließend der Speerwurf auf ihrem Programm, bei dem sie das Wurfgerät auf stattliche 15,27 m warf, was ihre zweitbeste Weite bedeutete. Besonders auffällig war ihr Rennen über 800 m, der letzten Disziplin des 7-Kampfes. Sie begann das Rennen relativ ruhig und ließ sich auch nicht beirren das Tempo zu erhöhen, um evtl. am Ende keine Körner mehr zu haben. Doch ihr Finish auf der Zielgeraden  war dann schon sehr sehenswert. Als wenn ihr die hinter ihr liegenden 700 m gar nichts ausgemacht hätten, legte sie einen Endspurt hin, der sich "gewaschen" hatte. Final standen dann 2:58,86 min für Romy zu Buche. Auch diese Leistung bedeutete neue PB. Ihre finalen 2.811 Punkt waren ebenfalls neuer Hausrekord und bedeuteten insgesamt Rang acht, aber in der Regionswertung der Region Südwest den Titel.

Die Mädels in der U18 und der U20 waren nun ebenfalls mitten im Geschehen des zweiten Tages und lieferten ebenfalls ein Feuerwerk vieler neuer Bestleistungen ab. So sprang Lina Till mit 4,15 m neue PB und Charlotte Jäger mit 3,72 m ebenfalls neue PB. Lina Jansen, die dritte der U18 Mannschaft verpasste ihre Bestleistung mit 3,68 m knapp. Beim anschließenden Speerwurf lieferten sie alle drei hervorragend ab, denn Lina Till gelang mit 20,13 m der erste Wurf über die 20 m Marke. Auch Lina Jansen verbesserte ihren Hausrekord auf 16,36 m, und sie motivierte Charlotte Jäger zur neuen PB von 14,21 m. Nun hieß es für die drei diese Gesamtleistung noch durch ein gutes Rennen über die Zwei-Runden-Distanz zu steigern. Und das taten sie mit Bravour, denn Lina Till lief mit 2:35,34 min knapp an ihrer Bestleistung vorbei, stellte aber innerhalb des Siebenkampfes eine neue tolle Bestleistung damit auf. Lina Jansen zeigte ebenfalls Charakter und finishte in starken 3:02,70 min. Motiviert von diesem Lauf hielt sich Charly lange in ihrem Windschatten auf (hatte sie doch noch nie 800 m gelaufen) ehe sie auf der Zielgeraden nochmal "einen auspackte". Nach sehr guten 2:55,81 min sprintete sie ins Ziel, als wenn ihr das Rennen gar nichts ausgemacht hätte. Das bedeutete wiederum, dass Lina Till in der Gesamtwertung mit 2.996 Punkten eine weitere PB und Platz zwei erreichte. In der Regionswertung Südwest gewann sie den Titel.  Während Charly Jäger mit 2.347 Punkten ebenfalls neuen Hausrekord markierte und in der Gesamtwertung Platz 12 belegte, lag sie in der Regionswertung auf Rang vier. Jeweils einen Platz in beiden Wertungen dahinter rangiert mit 2.026 Punkten (neue PB) Lina Jansen, die anschließend mit ihren Vereinskameradinnen Lina Till und Charlotte Jäger durch 7.369 Punkten auch den Regionstitel in der Mannschaft der U18 gewann.

Nahezu gleichzeitig starteten in den gleichen Disziplinen auch die Mädels der U20, und auch Laura Gerreßen, Leni Wetzler, sowie Julia Jansen ließen sich von den Leistungssteigerungen ihrem/n Vereinskamerad/innen anstecken. Im Weitsprung erzielte Laura mit 3,20 m neue Bestleistung, obwohl ihr bester Sprung leider ungültig war. Auch Leni erzielte mit 4,06 m neue Mehrkampfbestleistung, ebenso wie Julia Jansen, die 4,41 m notierte und ihre Mehrkampfleistung einstellte. Nach dem Weitsprung war auch bei ihnen der Speerwurf die nächste Disziplin. Während Laura mit 10,10 m erneut Bestleistung erzielte, zog Leni mit 16,68 m ebenfalls mit neuer PB nach. Und Julia stellte im letzten ihrer drei Versuche mit 17,42 m ebenfalls eine neue Bestleistung auf. 

Nun galt es auch für diese drei Mädels alle möglichen Körner noch auf die 800 m Distanz zu verteilen, um noch möglichst viele weitere Punkte für ihre Punktekonten zu sammeln. Laura tat dies mit letztem Einsatz und für sie sehr starken 3:13,66 min (neue PB). Julia war zwar mit ihren 2:48,03 min nicht ganz zufrieden, konnte aber ihre 7-Kampf-Bestleistung über 800 m um satte 10 Sekunden steigern ! . Doch was sich Leni auf diesen zwei Stadionrunden einfallen ließ, war schon sehr besonders. Ihre bisherige Bestzeit stand bei 2:57 min, und die knackte sie heute ohne mit der Wimper zu zucken. Im Ziel standen für sie nach knackigen 800 m 2:40,43 min zu Buche, was darauf schließen lässt, dass es sich dabei erneut um eine neue PB handelt. 

Final belegte Laura mit 937 Punkten Rang fünf in der Gesamt- aber auch in der Regionswertung Südwest. Eine höhere Punktzahl wurde durch die punktlosen Disziplinen 100 m Hürden und Hochsprung verhindert. Das ändern wir aber für das nächste Mal. Julia belegt Platz 4 in beiden Wertungen mit 2.396 Punkten. Wäre der Hochsprung keine "Salto Nullo" geworden, wäre auch die Gesamtpunktzahl ein neuer Hausrekord gewesen. Leni erzielte erstmals mit 3.035 Punkten eine Punktzahl über 3.000 Punkten. Bisher stand ihre Bestleistung bei 2.807 Punkten (!!) Mit dieser Punktzahl wurde sie in der Gesamtwertung Zweite und auch Zweite der Region Südwest. Mit gemeinschaftlichen 6.368 Punkten holten sich die drei Amazonen, wie die Kolleginnen der U18, auch den Mannschaftstitel der Region Südwest und den Gesamtsieg.

Mit insgesamt sieben Meistertiteln, einem zweiten, drei vierten und drei fünften Plätzen war unser Team wieder sehr erfolgreich und wir gratulieren sehr herzlich. Wir bedanken uns aber auch bei den mitgereisten Fans für die große Unterstützung. Was besonders auffiel, war die tolle Stimmung über beide Tage im gesamten Team, und die gegenseitige Motivation.