Golden Moments Meeting in Sonsbeck

geschrieben von Harald Eifert am Sonntag, 20 Juni 2021 14:34 Uhr

Das zweite Sportfest, was wir innerhalb von zwei Wochen besuchten, um unseren Topathleten und Talenten wieder die Möglichkeit der leichtathletischen Normalität zu bieten. Man merkte, dass sie alle mit "den Hufen scharren". Dennoch ist es wichtig, dass wir jetzt nicht überziehen.

Den Knaller setzte gestern aus unserer Sicht Moritz Ringk, der sich über 800 m starker Konkurrenz gegenüber sah. Lange sah es so aus, als würde er um Platz drei und vier mit kämpfen, doch wenn sich Moritz gut fühlt, dann ist er auch zu Besonderem im Stande. Gestern war so ein besonderer Moment, denn er überspurtete bereits in der Zielkurve alle Läufer, die noch vor ihm waren und holte sich mit neuem Hausrekord von 1:51,25 min nicht nur den Sieg, sondern knackte auch den Stadionrekord. Chapeau mein Freund, eine tolle Leistung, die sich bereits in Dortmund abzeichnete.

Auch Team- und Trainingskollege Jonas Völler zeigte gestern wieder, dass er spurten kann, denn auch er griff erst auf den letzten 150 m an und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Seine 3:53,19 min bedeuteten zweitschnellste Zeit, die er je gelaufen ist und gestern ebenfalls Platz eins. 

Und auch Tom Clemens hatte gestern wieder einen starken Auftritt, dieses Mal allerdings über 800 m. Seine Konkurrenten hatten ein zügiges Tempo vorgegeben, das Tom aber mitgehen konnte. Er konterte die Anstrengungen seiner Gegner und nahm selbst 50 m vor dem Ziel das Heft in die Hand und holte sich den Sieg. Das Ziel erreichte er als Sieger der MU18 mit neuem Hausrekord von 1:58,73 min. Das alle drei Athleten damit erneut die Normen für ihre nationalen Titelkämpfe geschafft hatten, zeigt die ansteigende und gute Form.

Mit Mats Blankertz hatten wir einen weiteren guten Mittelstreckler aufgeboten, der seine gute Zeit von Dortmund bestätigen sollte. Dies tat er mit Bravour, denn seine 2:11,90 min, die er als 2. der M15 lief, lagen nur ganz knapp über seiner Bestleistung, und das trotz einer Begegnung der besonderen Art während des Rennens.

In der WU18 zeigte uns Lucy Kaspar ihr Können über die mit 10 Hürden gespickte 400 m Rundlaufbahn. Sie lief als 6. mit 73,02 min die Norm für die LVN Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach. Dies gelang  Clemens Jäger, der in der MU20 den 1,75 kg schweren Diskus auf die Weite von 29,62 m beförderte, leider nicht. Allerdings fehlten an der Norm nur 38 Zentimeter. Es war der erste Wettkampf nach neun Monaten und dann auch mit dem schwereren Diskus. Dennoch belegte er mit dieser Weite den dritten Platz. 

Neben Clemens Jäger hatten wir in Merritt Ringk noch eine zweite Technikerin mit "an Bord". Sie hatte für den Speerwurf in der WU20 gemeldet. Und auch sie hatte die gleichen Voraussetzungen wie Clemens, Klassenwechsel, neues Wurfgewicht und lange kein Techniktraining sowie Wettkämpfe. Aber das schien Merritt nicht groß zu stören, denn direkt im ersten Wurf schleuderte sie den Speer auf die neue Bestweite von 29,30 m. Mit diesem starken Wurf belegte sie final einen schönen fünften Rang, der ihr auch die Norm für die LVN-Jugendmeisterschaften bescherte. 

In der W15 zeigte Charlotte Sonnenschein wieder ihr Sprinttalent, denn mit ihren erzielten 13,48 sec über 100 m belegte sie nicht nur Rang fünf, sondern holte sich auch die Norm für die LVN-Meisterschaften. Ihren Hausrekord verpasste sie hauchdünn um ein Hundertstel. Noch stärker war allerdings ihr Auftritt über 80 m Hürden, wo sie mit 13,83 sec  ihren Hausrekord (15,10 sec) pulverisierte. Die Norm für die Landesmeisterschaften verpasste sie nur knapp um drei Hundertstel. Sie konnte den 3er-Rhythmus dieses Mal komplett durchlaufen. Auch bei ihr werden die nächsten Wettkämpfe noch mehr zeigen.

Bei den 14jährigen Mädels zeigte Leni Wetzler die ersten starken Ansätze, denn ihr Start beim 100 m Lauf war excellent und die ersten dreißig Meter ebenfalls. Wenn sie hinten raus nicht so fest wird, sollten die Zeiten deutlich besser werden. Ihre erzielten 14,49 sec geben keinen realistischen Ansatz ihres Leistungsvermögens.

Unsere Jüngste, Julia Jansen, war leider von den Eindrücken so erschlagen, dass sie ganz vergaß nach vorne zu laufen. Mit ihren 2:52,64 min war sie natürlich überhaupt nicht zufrieden, und sie konnte sie auch nicht erklären, da sie im Ziel überhaupt nicht belastet schien. Es war der erste Wettkampf mit so vielen Teilnehmern/innen für sie. Warten wir auch hier die nächsten Wettkämpfe ab, dann sehen wir auch andere Zeiten.

Während die älteren Athleten mit den pandemischen Rahmenbedingungen durchaus im Training und den wenigen Wettkämpfen zurecht gekommen sind, tuen sich doch viele jüngere Sportler/innen deutlich schwerer. Das Training läuft ja nun seit längerer Zeit wieder im geordneten und gewohnten Rahmen ab , sodass wir nun noch die Verbesserung und Professionalisierung des Wettkampfverhaltens angehen müssen, und auch werden.

 

Euch allen zu euren Leistungen herzliche Glückwünsche - verliert eure Ziele nie aus den Augen und macht weiter so. Der Verein und das Trainerteam unterstützt und fördert euch, überall und vor allem wo es nötig ist.