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Regionsmeisterschaften Teil II in Wassenberg am 09.05.2026 1. Tag

geschrieben von Harald Eifert am Montag, 11 Mai 2026 23:56 Uhr

Im Wassenberger Sportpark standen am vergangenen Wochenende die Regionsmeisterschaften II. Teil der Region Südwest statt. In den Masterklassen waren es für die Athleten/tinnen aus allen vier Regionen gleichzeitig Regionsmeisterschaften, die hier im Stadion stattfanden.

Der Wettergott zeigte sich von seiner besten Seite und bescherte uns zwei Tage lang nahezu pure Sonne, was man am Leistungsbild sehr gut erkennen konnte. Über alle Klassen und Disziplinen erzielten die angereisten Sportlerinnen und Sportler 182 persönliche Bestleistungen und 32 Saisonbestleistungen !! Diese Zahlen beweisen einmal mehr, dass die Anlagen des Wassenberger Sportparks richtig gut sind. Vor allem die schnelle Laufbahn trug mit 83 pB's sowie 16 SB's dazu bei. Insgesamt fanden am ersten der beiden Wettkampftage 575 Einzel- und Staffelstarts statt.

 

 

 

 

Für unsere Athletinnen und Athleten war es nach Euskirchen der zweite echte Wettkampftest, und das im eigenen Stadion und mit Sportlerinnen und Sportlern aus 49 Vereinen des Verbandesgebietes.

Direkt zu Beginn der Veranstaltung um 12.20 Uhr standen die Sprinterinnen der Klassen WU14 (W12 und W13) am Start der 75 m Läufe. Unter ihnen waren gleich drei Mädels aus unserem Verein, Nikola Reichardt, Hannah Mevissen und Nora Bauer. Während Nikola mit 10,94 sec einen neuen Hausrekord erzielte, rannte Hannah ihre Strecke in 11,77 sec, was ebenfalls neue pB bedeutete. Und auch Nora ließ sich natürlich nicht "lumpen", denn sie lief diese Strecke in neuer Bestzeit von 10,53 sec herunter. Damit hatte sie sich gleichzeitig für den Endlauf qualifiziert. In diesem Endlauf ließ sie es dann mit 10,41 sec (pB) nochmals so richtig krachen und holte sich Bronze. Bei den Jungs konnten wir in der M12 Conrad Heider aufbieten, der im Ziel mit 11,49 sec ebenfalls neue pB notierte.

Als nächstes waren die Diskuswerfer an der Reihe, deren Starterfeld aus den Teilnehmern der MU18, MU20 sowie Männern und Masters bestanden. Ein großes Feld, zugegeben, aber wenn uns die Technik dabei nicht hätte "hängen lassen", wäre es kein Problem gewesen. In diesem großen Feld befanden sich auch Olli Kranz (M45) und Markus Becker (M50). Während Olli die 2kg schwere Scheibe auf 27,86 m beförderte und damit Zweiter wurde, schleuderte Markus, nach einer langen Sportpause, erstmals wieder einen Diskus, und dann auch noch auf die Siegesweite von 24,97 m.

Während die Werfer noch den Diskusring "bevölkerten" standen die Jungs der Klassen M14 und M15 an der 100 m Startlinie, um Qualifikanten für die Endläufe zu ermitteln. In seinem Vorlauf rannte Henning Hantsch (M15) mit 12,48 sec neue pB und die schnellste Zeit aller M15er, was natürlich die Qualifikation für den Endlauf bedeutete. In diesem Endlauf packte er dann noch einen drauf und schaute im Ziel ganz ungläubig auf die Zeitanzeige. Dort stand 12,33 sec, neue pB und das bedeutete auch den Sieg in dieser Klasse über 100 m. Nachdem er bereits in Euskirchen den Blockwettkampf Sprint-Sprung der M15 für sich entschieden hatte, holte er sich mit dieser Leistung schon seinen zweiten Titel in diesem - das ist wieder so eine Geschichte, die die Leichtathletik schreibt. Bei den 14jährigen Jungs stand mit Julian Wojtek der zweite unserer Sprinterjungs an der 100 m Startlinie. Während er im VL mit 13,14 sec einen neuen Hausrekord lief und sich damit für das Finale qualifizieren konnte, zeigte er im Endlauf seine wahren Qualitäten. Mit für ihn schier unglaublichen 12,69 sec pulverisierte er seine im Vorlauf aufgestellte Bestzeit deutlich. Mit dieser Zeit belegte er im Finale den zweiten Platz.

Direkt im Anschluss standen die Mädels der WU16 am Start der 100 m Linie. Für den SC Myhl LA standen gleich vier Athletinnen an der Startlinie der jeweiligen Vorläufe. In der W14 waren das Mirja Paulzen, Martha Heider und Carlotta Gläsner, während Romy Bauer sich der Konkurrenz in der W15 stellte. Carlotta notierte im Ziel mit 14,54 sec ebenso neue pB, wie Martha, die 14,75 sec erzielte. Mirja verbesserte sich gegenüber Euskirchen direkt mal um fünf Zehntel Sekunden und schaffte mit 13,67 sec den Sprung ins Finale, wo sie mit 13,75 sec Rang vier belegte. Romy erzielte im Vorlauf mit 13,45 sec ebenfalls neue pB und rannte damit ebenfalls direkt ins Finale. Dort erreichte sie mit 13,53 sec einen feinen dritten Rang gegen die sehr sprintstarke Konkurrenz.

Nun richtete sich das Augenmerk erneut auf den Hochsprung der W13, wo sich Nora Bauer der Konkurrenz stellte. Und ähnlich, wie in der Halle, konnte sie auch dieses Mal unter freiem Himmel mit 1,44 m eine neue pB aufstellen und damit den Sieg und Gold sichern. 

Danach standen die 100 m Läufe der MU18 und älter auf dem Timetableau. Für unsere Farben standen Tim Horstmann (MU18) und Alexander Elsner (M45) auf den Startlisten der jeweiligen Konkurrenzen. Tim lief in seinem Vorlauf mit 11,38 sec, so wie alle Myhler bis dahin, neue pB und die Teilnahme am Endlauf. Leider hatte er da schon ganz leichte Probleme im Oberschenkel, die dann im Endlauf eine schnellere Zeit verhinderten. Dennoch waren seine 11,50 sec deutlich zu schnell für die Konkurrenz, die mehr als sechs Zehntel langsamer war. Die Zeit ist umso bemerkenswerter, als sie auch noch mit 2,2 m Gegenwind erzielt wurde. Mit den gleichen Windverhältnissen aus dem Vorlauf, wäre es wieder eine neue Bestzeit geworden. In der M45 rannte Alexander was "das Zeug" hielt und notierte im Ziel mit 13,74 sec auch eine neue pB. Das er damit den Titel gewann soll hier nicht unerwähnt bleiben.

Es ging nun Schlag auf Schlag für unsere Athletinnen und Athleten, denn während sich die Teilnehmerinnen der WU18 für ihre 100 m Läufe vorbereiteten, standen Romy Bauer schon beim Hochsprung. Hier belegte sie mit 1,36 m Rang zwei. Marik Hara versuchte sich beim Kugelstoßen gegen den langjährigen Titelverteidiger in der MU18 und zeigte mit neuer pB von 10,76 m, dass er dieses Mal Platz eins "einsackte". Elena Lioupis und Charlotte Jäger standen auf der Laufbahn und konnten in ihren 100 m Vorläufen mit 14,76 sec und 14,40 sec ebenfalls neue Bestleistungen verbuchen. Direkt nach ihnen waren auch die Frauen und Seniorinnen an der Reihe, und unter ihnen waren auch Ira Horstmann und Beate Derichs. Und wie sollte es anders sein, auch sie "tanzten nicht aus der Bestleistungsreihe" an diesem Tag. Ira erzielte in der W55 mit 17,50 sec erstmals eine Zeit unter 18 Sekunden !, während Beate in der W60 mit 19,47 sec ebenfalls einen neuen Hausrekord verzeichnen konnte. Das beide Mädels damit neue Vereinsrekorde aufgestellt hatten, war schon richtig klasse.

In diesem Leistungssog unseres gesamten Teams baute sich eine richtige und bemerkenswerte Stimmung auf, die offensichtlich alle Myhler Sportler/innen an diesem Tag zu Topleistungen motivierten. Ein weiteres Indiz dafür war der Hochsprung der M15, für den sich Kyllian Driemeyer gemeldet hatte. Er überwand an diesem Tag die Höhe von 1,48 m, erzielte natürlich neue pB und holte sich damit eine nicht erwartete Bronzemedaille. 

Danach kam die Zeit der Staffelläufe in allen Klassen, wo wir erstmals auch viele Staffeln an den Start bringen konnten. Als erste unserer Staffeln stand in der WU14 das Team mit Nora Bauer, Hannah Mevissen, Nikola Reichardt und Jana Till am Start der 4 x 75 m Staffel. Nach 43,26 sec erreichten sie das Ziel als Zweite - Silber. Danach standen aus unserer Sicht die Teams der MU18, sowie der M40/45 am Start. Während das durch die Verletzung von Tim Horstmann umgestellte Team der  Jungs der MU18 mit  Henning Hantsch, Kyllian Driemeyer, Marik Hara und Julian Wojtek mit 49,01 sec durch's Ziel liefen und sich den Titel sichern konnten, donnerten die versierten älteren Jungs, die zum ersten Mal überhaupt eine Staffel liefen, in der Besetzung Ingo Driemeyer, Mario Till, Bernd Montforts und Alexander Elsner nach 53,15 sec über die Ziellinie. Damit stellten sie sehr sehr überraschend einen neuen Vereinsrekord auf, der seit 17.05.2008 Bestand hatte.

Nun folgten für die Myhler Farben noch die Staffeln der WU16, der W40/45 sowie der W50/55. In der WU16 erzielten die Mädels mit der Zeit von 54,26 sec den vierten Platz. Die Damen der Klasse W40/45 liefen in der Besetzung Nadja Krupskij, Lisa Puyn, Sonja Bauer und Bianca Till mit 59,85 sec auf den Silberrang. Was aber zu großen und auch sehr berechtigten Jubelstürmen führte, es war gleichzeitig die Norm für die Deutschen Masters in Mönchengladbach, die dort vom 17.08. - 19.08.26 ausgetragen werden. Die Mädels der W50/55, die in der Besetzung Kerstin Krolikowski, Anja Deckers, Beate Derichs und Ira Horstmann liefen, finishten nach 71,59 sec und holten sich den Titel. Sechs Staffeln - zweimal Gold, dreimal Silber und einmal Platz vier - welch ein Ergebnis.

Nun ging es in den "Schlussspurt" für unsere Sportlerinnen und Sportler. Nahezu alle, die noch kurz vorher Staffel gelaufen waren, standen jetzt wieder in den Einzelwettbewerben am Start. So holte sich Marik Hara im Hochsprung, aufgrund der geringeren Fehlversuche, den Titel mit 1,76 m. Gleichzeitig wurde es auf der Laufbahn wieder sehr unruhig, standen doch die 300 m Läufe der WU16 und der MU16 auf dem Zeitplan. Zuerst waren die Mädels an der Reihe, und das war für uns Romy Bauer, die ihren vierten Start an diesem Tag absolvierte. Bisher noch nie unter 52 Sekunden gelaufen, ließ sie es an diesem Abend mit 45,76 sec ordentlich krachen. Neue pB und Silber, läuft. Danach waren dann die Jungs an der Reihe, und die Ergebnisse waren auch hier sehr überraschend. In der MU14 rannte erstmals Julian Wojtek über solch eine Strecke und zeigte aber, dass er nicht gewillt war sich überholen zu lassen. Nach 42,01 sec (neuer pB - natürlich) hatte er im Ziel acht Hundertstel Sekunden Vorsprung. Und auch in der M15 wollte sich Kyllian Driemeyer der eigentlich stärkeren Konkurrenz an diesem Abend nicht beugen. So knallte er mit 42,75 sec (und zwei Zehntel Sekunden Vorsprung) kurz vor den beiden Favoriten über die Ziellinie. PB und Gold - an diesem Tag überraschte nun wirklich nichts mehr - aus Myhler Sicht natürlich. 

Jetzt folgten zum Abschluss des Tages noch die 200 m Läufe der weiblichen und männlichen Teilnehmer. Zuerst waren allerdings die Mädels an der Reihe. In der WU18 starteten Elena Lioupis und Charlotte Jäger, und auch in dieser Diziplin liefen beide mit 30,47 sec (Platz sechs) und 29,38 sec (Platz fünf) neue pB. Bei den Frauen der Masterklassen hatten sich Sonja Bauer (W40) und Bianca Till (W45) für diese letzte Sprintentscheidung angemeldet. Während Sonja erstmals unter 32 Sekunden blieb (31,67 sec) und Gold holte, erreichte auch Bianca mit neuer pB von 34,06 sec das Ziel als Siegerin ihrer Klasse. Und auch Ira Horstmann und Beate Derichs ließen es sich nicht nehmen auch die 200 m noch zu laufen. Ira holte sich Platz eins mit neuem Hausrekord von 37,34 sec, und Beate fügte ihrer bereits langjährigen großen Sammlung einen weiteren Titel mit 41,61 sec zu. Damit stellte diese beiden Damen auch über diese Strecke neue Vereinsrekorde auf !! Bei den Läufen der Männer und Masters setzten sich Ingo Driemeyer und Alexander Elsner erneut sehr gut in Szene. Alex belegte mit neuem Hausrekord von 27,95 sec den Bronzerang, kurz hinter Silber"surfer" Ingo, der 27,52 sec notierte.

Wenn wir am ersten Tag 26 persönliche Bestleistungen, eine neue Norm für die DM der Masters, fünf neue Vereinsrekorde, siebzehn Titel, acht Mal Silber sowie drei Mal Bronze "einfahren" konnten, dann haben wir bisher schon gut gearbeitet. 

Wir gratulieren euch sehr herzlich und wünschen euch weiterhin den gleichen Spaß und Ehrgeiz, dass auch die nächsten Wettkämpfe gut gelingen.