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Deutsche Hochschulmeisterschaften in Erfurt unter dem Hallendach

geschrieben von Harald Eifert am Montag, 16 Februar 2026 01:09 Uhr

In diesem Jahr fanden die nationalen Titelkämpfe unter dem Hallendach des Allgemeinen Deutschen Hochschulbundes (ADH) in der thüringischen Hauptstadt Erfurt statt. Es waren stimmungsvolle Titelkämpfe mit sehr guten Konkurrenzen, und das obwohl tags zuvor das "Erfurt Indoor" in der Hartwig-Gauder-Sporthalle ausgetragen wurden. Bis in die späte Nacht wurde die Leichtathletik-Halle durch viele Hände wieder umgebaut (Tribünenaufbauten etc.), damit die nationalen Titelkämpfe des ADH pünktlich am Samstag Morgen ausgerichtet werden konnten.

Um 12.30 Uhr begannen die Wettkämpfe, und sie liefen wie am Schnürchen. Zwei Moderatoren hielten die Zuschauer, Athleten/tinnen und Trainer ständig auf Stand, und die Siegerehrungen fanden pünktlich dreißig Minuten nach Wettkampfende vor der Haupttribüne statt. Es war also organisatorisch ein Leckerbissen, den man nicht immer vorfindet bei solchen Events.

Für die Uni Aachen hatte sich unser Jonas Völler einmal mehr für die ADH Meisterschaften angemeldet, startete er doch in diesem Jahr erstmals über die 1.500 m unter dem Hallendach. Die gemeldete Konkurrenz versprach ein spannendes Rennen, wenn man nicht nur auf die Medaillen schielt. Aber das war gestern überhaupt nicht der Fall. Denn sofort nach dem Startschuss um 14.40 Uhr nahm der Favorit das Heft des Handelns in die Hand, bzw. unter die Füße. Jonas wollte zwar das Tempo selbst machen, wurde aber von seinem Kontrahenten daran gehindert. Erst nach knapp 900 m ging Jonas dann recht zügig an seinem sportlichen Widersacher vorbei und steigerte das Tempo dann von Meter zu Meter und Runde zu Runde kontinuierlich. Der Moderator sprach von einem sehenswerten Steigerungslauf über die letzten drei Runden . Er schüttelte seinen Gegner ab und durcheilte das Ziel 3:47,15 min. Etwas ungläubig schaute er im Ziel auf den großen Monitor, als er die dort angezeigte Zeit sah. Doch dann strahlte er über das ganze Gesicht und ließ seiner Freude freien Lauf. Er, Jonas, der sonst eher etwas "emotionsarm" und "sachlich" unterwegs ist, riss die Arme hoch und meinte später: "Dafür bin ich hierher gekommen. Das wurde jetzt aber auch allmählich mal Zeit". 

Und Recht hatte er. Die Form war in den letzten Wochen über zwei Hallenwettkämpfe vorbereitet worden und konnte nun in eine neue persönliche Bestzeit umgemünzt werden. Das diese auch noch schneller ist, als seine Zeit unter freiem Himmel, beweist, was in diesem Jahr möglich sein kann, wenn er gesund bleibt. Das Jonas mit dieser Zeit auch die A-Norm für die Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund hat soll hier ebenso nicht unerwähnt bleiben wie die gleichzeitige Erfüllung der B-Norm für die Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid im Sommer. Dort liegt die A-Norm bei 3:46,00 min.

 

Wir gratulieren sehr herzlich zu Deinem vierten Deutschen Hochschultitel, 2 x 5.000 m, Cross und jetzt 1.500 m in der Halle, und wünschen Dir für Deine Masterarbeit (Physik) und Deine kommende Saison viel Spaß, das nötige Glück und viel Erfolg.

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