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EM Masters in Madeira

geschrieben von Harald Eifert am Donnerstag, 23 Oktober 2025 23:58 Uhr

Das EM-Masters Team ist zurück, und sie waren erfolgreich.

Nachdem der SC Myhl Leichtathletik mit neun Athletinnen und Athleten bei den nationalen Titelkämpfen so erfolgreich war wie noch nie zuvor, hatten sich drei von ihnen dazu entschieden auch bei den kontinentalen Masters an den Start zu gehen. Einen großen Anteil an dieser Entscheidung trug natürlich auch der Ort dieser Meisterschaften bei - Madeira, die Blumeninsel im Atlantik, die um diese Zeit noch Temperaturen von bis zu 26 Grad für uns bereithielt. 

 

Aufgrund der abgegebenen Meldungen aus allen Ländern war recht schnell klar, dass unsere drei Athlet/innen höchstwahrscheinlich nur drei Versuche haben würden. Aber mit diesem Trip auf die portugiesische Insel wollten sich Therese Jäger, Anja Deckers und Björn Simon ja in erster Linie für die guten Leistungen der nun abgelaufenen Saison belohnen und die Insel genießen. Die Wettkämpfe wurden also mit einem sehr großen Spaßfaktor angegangen und auch durchgeführt. Dass dabei nicht alles so funktionierte wie wir uns das alle erhofft hatten, lag auch an zum Teil sehr schlechten Rahmenbedingungen. 

Aber der Reihe nach, denn zuerst machten sich Anja Deckers und Harald Eifert am 09.10.25 per Flug auf den Weg nach Madeira. Dort angekommen nutzten sie die Möglichkeit sich direkt das Stadion anzusehen und die Startunterlagen abzuholen. Auch den Ort (Stadion konnte man es leider nicht nennen) wo die meisten Wurfdisziplinen durchgeführt wurden, nahmen die beiden direkt in Augenschein, um sich schon mit der Umgebung vertraut zu machen. Zwei Tage danach erreichten Marijke und Björn Simon die Blumeninsel, und sie wurden freudig am Flughafen von den anderen beiden begrüßt und abgeholt.

Nachdem auch Björn seine Startunterlagen abgeholt hatte, genossen sie gemeinsam die Zeit im Hotel, das mit zwei schönen Pools ausgestattet war, aber auch die Umgebung, die ja einiges zu bieten hatte.

Am Sonntag dem 12. Oktober, hatte Anja dann ihren ersten von zwei Auftritten, denn das Kugelstoßen stand auf dem Programm und wurde im Hauptstadion ausgetragen. In der Klasse W55 hatten sich 22 Teilnehmerinnen angemeldet, sodass es ein langer Wettkampf wurde. Bereits vor dem Wettkampf musste sich Anja damit abfinden, dass ihre eigene Kugel (tags zuvor abgegeben) nicht den Wettkampfort erreicht hatte. Sie suchte diese dann auf der Nebenanlage und wurde nach einiger Zeit fündig. Wie vorher vermutet mussten sich die meisten Athletinnen mit drei Versuchen begnügen, so auch Anja. Ihre im Wettkampf erzielten 8,77 m bedeuteten final Rang 14. Die besten acht Athletinnen stießen die Kugel über zehn Meter, während die Siegerin die Kugel über zwölf Meter katapultierte. Insgesamt waren an diesem Wettkampf Athletinnen aus 13 Nationen am Start.

Einen Tag später, am 13. Oktober, war Björn im Hauptstadion mit dem Speerwurf an der Reihe, während Anja etwas früher auf einem "sehr in die Jahre gekommenen Schotterplatz" im dortigen Militärgelände von Funchal mit dem Diskuswurf an der Reihe war.

Björn warf bei seinem besten, dem dritten Versuch, mit 47,43 m nahe an seine diesjährige Bestleistung heran, blieb damit aber leider auf dem undankbaren neunten Platz. Für den Endkampf der besten acht Werfer hätte er 25 cm weiter werfen müssen - schade. Die Konkurrenz in diesem Wettkampf war sehr stark, warfen doch die besten Sieben alle über 50 m und der Sieger über 62 m. Es waren Athleten aus 14 Ländern an diesem Wettkampf beteiligt. Dennoch war es für ihn ein schöner und erfolgreicher Wettkampf als Neunter von 21 Teilnehmern.

Bei Anja begann auch der Wettkampf mit dem Diskus, wie beim Kugelstoßen. Ihr eigener Diskus, mit dem sie tags zuvor noch im Training weit geworfen hatte, war wieder nicht am Wettkampfort. Nach einer etwas längeren Suche wurde er dann doch gefunden, sodass sie mit ihrem eigenen Gerät auch im Wettkampf werfen konnte. Mit ihrem besten Versuch erzielte sie eine Weite von 24,36 m, was final Rang 13 von 23 Teilnehmerinnen bedeutete. Auch bei ihr blieb es wie vorher bereits vermutet bei drei Versuchen, da die Konkurrenz sehr stark war. Hier warfen die besten Sieben Werferinnen über 30 m, während die Siegerin, sowie die Zweitplatzierte über 38 m warfen. Auch in diesem Wettkampf waren Athletinnen aus 14 Ländern beteiligt.

Nun waren die ersten beiden Myhler mit ihren sportlichen Auftritten fertig und konnten so die nächsten Tage mit Besichtigungen, Spaziergängen und Poolauftritten genießen. Der krönende Abschluss war das allabendliche Buffet, das alle sehr genossen. Die Stimmung war toll und Gesprächsstoff gab es reichlich.

Mittwoch der 15. Oktober war der Anreisetag des "Jägerclans", die gleich mit fünf Personen rüber geflogen kamen. Therese Jäger hatte sich für den Dreisprung in der W50 angemeldet. Auch sie waren alle im selben Hotel untergebracht, sodass es vor der Abreise von Anja und Harald noch einen sehr schönen gemeinsamen Abend gab.

Tags darauf begleitete Björn Therese zum Anmeldezelt (TIC) im Hauptstadion, damit auch sie ihre Startunterlagen abholen konnte. Anschließend besichtigten sie auch die Wettkampfstätte, auf der sie tags darauf (freitags) ihren Wettkampf zu bestreiten hatte. 

An diesem Wettkampf waren insgesamt 15 Athletinnen aus elf Nationen beteiligt. Therese schaffte in ihrem besten Versuch eine Weite von 8,67 m, mit der sie nur knapp unter ihrer Jahresbestleistung blieb und beste deutsche Teilnehmerin in dieser Disziplin war. Die besten acht Athletinnen sprangen weiter als 9,30 m während die Siegerin über 11 m sprang.

Da Therese und ihre Familie noch bis sonntags blieben, kam sie auch in den Genuss noch in einer Staffel eingesetzt zu werden. Die 4 x 100 m Staffel der W40 lief dann final mit Therese an Position drei und wurde im Ziel als Fünfte von zehn gestarteten Staffeln in dieser Klasse mit 51,98 sec gestoppt.

Insgesamt waren es elf sehr schöne Tage, die viel Erholung brachten, viel Neues und Interessantes für alle bereit hielten, und Wettkämpfe, die sie alle so noch nicht erlebt hatten. Wir waren erstmals mit drei Sportler/innen an einer kontinentalen Meisterschaft beteiligt. Auch das verspricht mit ein wenig Glück für die Zukunft noch einiges.

 

Wir gratulieren sehr herzlich zu diesen Leistungen und eurem Auftreten für eine Deutsche Mastermannschaft.

 

 

 

 

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