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Läufer- und Werfertag des TuS Chlodwig Zülpich

geschrieben von Harald Eifert am Sonntag, 14 September 2025 01:30 Uhr

Festival der Bestleistungen von Myhler Leichtathleten/tinnen in Zülpich. Obwohl die Wettervorhersage alles andere als gut war, so fuhren wir trotzdem.  in die Voreifel zu unseren Freunden des TuS Chlodwig Zülpich bzw. des Teams Voreifel. Und das war eine sehr gute Entscheidung, denn wir fuhren abends mit einem "Sack" voller neuer Bestleistungen wieder in den Kreis Heinsberg.

Trotz starken Gegenwindes (ständig bis ca. 2,4 m, aber häufig auch darüber hinaus. Der stärkste gemessene Gegenwind, mit dem einer unserer Sportler/innen zu kämpfen hatten. waren 4,20 m. Aber es war ansonsten eine sehr schöne und erfolgreiche Veranstaltung, an der wir im nächsten Jahr gerne wieder teilnehmen.

 

 

Aber der Reihe nach, denn es gibt eine Menge zu berichten. Direkt zu Beginn gab es schon mal eine Disziplinüberschneidung in der Betreuung, denn Marik Hara, der in der M15 im Speerwurf an den Start ging, und Romy Bauer, die während des Speerwurfes die 100 m bestritt. Bei 3,3 m Gegenwind erreichte Romy das Ziel nach 14,32 sec und belegte Rang drei in der W14. Marik bestritt derweil seinen ersten Speerwurfwettkampf und begann diesen mit 26,61 m. Danach folgten 26,69 m und 30,74 m. Damit hatte er sein selbst gestecktes Ziel schon erreicht, denn im Training hatte er schon mal solch eine Weite erzielen können. Doch ließ er im vierten Versuch noch starke 32,16 m folgen, was final zu Platz vier in der M15 reichte.

Nun folgten die 100 m Läufe unserer älteren Talente, und die hatten es ebenfalls in sich. Während Bianca Till die 100 m der W45 mit 16,29 sec und 3,1 m Gegenwind gewinnen konnte blieb sie damit nur winzige zwei Hundertstel Sekunden über ihrer Bestzeit. Bedenkt man allerdings diesen Wind, wäre es eine tolle neue Bestzeit von unter 16 Sekunden gewesen. Dennoch starke Leistung. Auch Sonja hatte mit diesem Gegenwind zu kämpfen, lief aber dennoch mit 16,33 sec neuen Hausrekord und gewann damit die W40. Noch stärkeren Gegenwind (3,5 m) konstatierte Ira Horstmann in ihrem 100 m Lauf, den sie dennoch mit neuem Hausrekord von 18,57 sec und dem Sieg in der W50 abschloss.

Nun ging es Schlag auf Schlag, und es wurde uns weder langweilig, noch wurden die Leistungen trotz des Windes schlechter. Nach den Mädels waren die Jungs mit ihren 100 m Läufen an der Reihe. Zuerst rannte Marik Hara seine 100 m mit 2,8 m Gegenwind in 13,46 sec und belegte Rang fünf in der M15. Damit verfehlte er seinen Hausrekord nur um zwei Zehntelsekunde (der Wind) Anschließend lief Alexander Elsner die 100 m in seinem Lauf mit 4,2 m Gegenwind, aber dennoch in neuer PB von 14,52 sec und gewann auch die Klasse M45.

Nun wechselten die Sprinterinnen auf die Gegengeraden, denn die 200 m standen auf dem Zeittableau. Direkt im ersten Rennen standen Romy Bauer und Charly Jäger am Start. Romy gewann dieses Rennen mit neuer PB von 28,83 sec bei einem Gegenwind von 3,6 m. In der U18 Gesamtwertung belegte sie damit insgesamt Rang drei. Charlotte erreichte in diesem Zeitlauf mit 29,90 sec. ihre zweitbeste Zeit überhaupt und belegte damit den dritten Platz. Im Gesamtklassement der U18 Rang erreichte sie einen guten sechsten Platz. Im zweiten Rennen der U18 lieferte Lina Till mit 29,22 sec ebenfalls ihr zweitbestes Ergebnis ab, hatte aber auch mit 3,5 m Gegenwind zu kämpfen. Sie wurde in der WU18 final Vierte. Auch die Zeiten von Lina und Charly wären neue Bestzeiten geworden, wenn ... ja wenn der Wind nicht gewesen wäre. Jetzt waren die Damen wieder an der Reihe. Und auch sie "gaben" sich die halbe Stadionrunde. Sonja gewann mit 33,61 sec bei 2,4 m Gegenwind die W40, während Bianca sich mit 33,35 sec in die Siegerliste der W45 mit neuer PB eintragen konnte. Ira Horstmann brachte es ebenfalls fertig bei einem Gegenwind von 2,4 m mit 38,56 sec einen neuen Hausrekord aufzustellen und die W50 zu gewinnen.

Nun folgten die 200 m Läufe der männlichen Jugend und der Männer. Während Ilian Shkinev mit 27,53 sec bei 3,4 m Gegenwind Rang zwei in der U18 belegte, holte sich Alex in der M45 mit 28,18 sec nicht nur bei 3,4 m Gegenwind den nächsten Sieg, sondern auch seinen zweiten neuen Hausrekord - verrückt.

Während Marik sich nun gegen 16.00 Uhr für seinen zweiten Einsatz, dem Diskuswerfen, fertig machte, traten unsere beiden Mittelstreckler/in an die Startlinie des 1.500 m Laufes. Ines Ditters, W50, und Kei Weyers, der in der M30 startete. Direkt nach dem Startschuss sortierten sich unsere beiden Läufer/in im Feld passend ein, um sich dann in den kommenden Runden mit der Konkurrenz "anzufreunden" und zu sehen, was bei diesen windigen Bedingungen (vier mal gegen den Wind) möglich ist. Kai lief ein taktisch sehr kluges Rennen, in dem er sich von Runde zu Runde immer mehr nach vorne orientierte. Sein Ziel war es, die 4:45 min, die er bei den Landesmeisterschaften gelaufen war, zu verbessern. Als er schließlich nach 1.200 m das Heft in die Hand und damit auch die Spitze des Feldes einnahm, war klar, dass er versuchen würde, diese Position nicht mehr aufzugeben. Im Ziel war er nicht nur Gesamtsieger dieses Rennens, sondern auch Sieger der M30 mit einer neuen Bestzeit, die nun bei 4:41,25 min liegt. Ines lief von Beginn an ein Rennen gegen die Uhr. Zeigte ihr doch nach langer Verletzungspause der Einsatz beim Sportabzeichentag vor einer Woche, dass sie wohl doch noch etwas mehr "drauf" hat, als sie gedacht hatte. Sie lief sie diese 1.500 m bei den bereits mehrfach beschriebenen Bedingungen in 6:08,66 min. Damit gewann sie nicht nur die Wertung der W50, sondern auch die Norm für die Deutschen Masters im kommenden Jahr - verrückt, bei dem Wind. Mittlerweile hatte sich Marik mit dem Diskus auf 24,94 m gesteigert (neue PB) und damit seine zweite Bestmarke erzielt.

Und ehe Marik den Wettkampftag für das Myhler Team mit seinem Kugelstoßwettkampf beschließen konnte, standen Ira Horstmann und Alexander Elsner nochmals auf der Rundbahn. Sie hatten für den Sprinter-Dreikampf gemeldet, zu dem nun auch noch die Stadionrunde zählte - die 400 m. Leider stand Ira in ihrem Rennen alleine am Start. Es war spät geworden, und einige, die gemeldet hatten, waren schon gefahren. Doch das machte Ira überhaupt nix aus. Sie hatte gemeldet, sie wollte laufen, ob mit oder ohne Konkurrenz. Also allein gegen den Wind über die Stadionrunde, und am Ende stand die dritte PB zu Buche - 1:29,79 min. - Chapeau.  Alex, der ebenfalls schon zwei harte Rennen in den Beinen hatte, stand im zweiten von zwei Rennen am Start. Mit starken 61,62 sec holte er sich in einem furiosen Endspurt den Gesamtsieg mit drei Hundertstel Sekunden Vorsprung.

Und nun, last but not least, zu Marik und seiner vierten Disziplin an diesem Tage, dem Kugelstoßen. Seine bisherige PB lag bei 9,26 m, und sein Ziel war es ein zweistelliges Ergebnis mit nach Hause zu nehmen. Mit 10,19 m, 2 x 10,35 m und 10,94 m knallte er in seinem letzten Versuch den 4 kg schweren Eisenball auf bärenstarke 11,15 m und belegte damit den zweiten Platz in der M15 - unglaublich.

 

Dreizehn persönliche Bestleistungen und einige mehr, die der Wind leider "verwehte", dazu eine Norm für die nächsten DM der Masters in Mönchengladbach 2026 und eine große Anzahl von tollen Platzierungen. Noch besser als die Leistungen waren einmal mehr die Stimmung im gesamten Team.

Wir gratulieren herzlich zu diesen Leistungen und wünschen noch viel Spaß in den nächsten Monaten dieser Saison.

 

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