Und auch wenn er bei den LVN-Hallenmeisterschaften der Senioren/rinnen in Düsseldorf vor zwei Wochen neben dem Weitsprung auch die 60 m gewonnen hatte, so wollte er heute in Frankfurt keinerlei Risiko eingehen, und stellte sich somit nur der Konkurrenz im Weitsprung.
Es war eine kluge Entscheidung, die der mittlerweile sehr erfahrene Athlet da getroffen hatte. Eine zweite Entscheidung, die er traf, war da schon eher etwas "zweifelhaft". Hubert reiste nicht schon einen Tag vorher zu diesen Titelkämpfen nach Frankfurt an, sondern verbrachte die Nacht vor diesem wichtigen Wettkampf lieber im heimischen Bett. Aufgrund dessen fuhr er mit seinem Chauffeur (sein Bruder) schon am Samstag Morgen früh in Heinsberg Richtung Frankfurt los. Früh genug vor Ort konnte er sich dennoch lange genug ausruhen, seine Startunterlagen abholen, und sich entsprechend vorbereiten.
Um 12.05 Uhr ging es dann los, sieben Athleten der M65 und sieben Athleten der M70 stellten sich gemeinsam im Weitsprungwettbewerb dem Kampfgericht. Und wie Hubert es schon des öfteren gemacht hatte, er setzte der Konkurrenz direkt im ersten Versuch mal ein "Ding" vor die Nase. Mit 4,86 m ging er direkt an die Spitze des gesamten Weitsprungfeldes. Und dieser Wettkampf hatte es in sich, denn obwohl sein zweiter Versuch "nur" mit 4,61 m gemessen wurde, waren die nächsten Versuche mit 4,76 m, 4,72 m, 4,80 m und 4,82 m allesamt so weit, dass sie alle zum Gewinn seiner zweiten Deutschen Meisterschaft gereicht hätten.
Das bedeutete, dass er seinen Konkurrenten an diesem Tag in allen Belangen überlegen war. Es bleibt also zu überlegen, ob es künftig von Vorteil ist die Nacht vor dem Wettkampf im heimischen Bett zu verbringen und dann morgens vor dem Wettkampf frühzeitig mit Ruhe anzureisen.
Das allerdings bleibt eine individuelle Entscheidung, und wir nutzen die Gelegenheit ganz herzlich zu diesem Titel, zu dieser Leistung und zu diesem Coup zu gratulieren. Mach weiter so und nutze Dein Talent und Deine bisherigen Erfahrungen.