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Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften der Masters in Mönchengladbach Tag 2

geschrieben von Harald Eifert am Dienstag, 21 Juli 2026 00:25 Uhr

Der zweite Wettkampftag begann für unser Team schon recht früh, denn Therese Jäger stand als Titelverteidigerin im Dreisprung der W50 an der Wettkampfstätte. Dieser Wettkampf begann um 11.00 Uhr, wobei sie mit dem Aufwärmprogramm und dem Besuch im Callroom schon gegen 9.00 Uhr ihre Vorbereitungen beginnen musste. Aber das sind die Sportler/innen ja alle gewohnt.

Auch am zweiten Wettkampftag waren die Witterungsbedingungen richtig gut, denn nicht zu warm (ca. 24 Grad) keine Niederschläge und immer etwas Wind, der sich aber in der Regel nicht negativ auswirkte.

Bereits nach dem ersten Sprung führte Therese die Klasse W50 mit ihrem Siegessprung von 8,74 m an. Damit war die Konkurrenz schon einmal beschäftigt. Auch ihre weiteren drei Sprünge von 8,70 m, 8,60 m und 8,54 m hätten final zum Sieg gereicht. Eine souveräne Vorstellung einer Athletin, die lange Zeit gar nicht wusste, ob sie starten konnte oder nicht. Aufgrund dessen sind die Leistung und die Titelverteidigung schon Balsam für die Athletenseele. 

Als nächste Athletin war Anja Deckers an der Reihe, die sich um 14.00 Uhr der Kugelstoßkonkurrenz der W55 stellte. Da sie als Zehnte in diesen Wettkampf ging, und das mit deutlichem Rückstand auf die anderen Athletinnen, machte sie einen konzentrierten, aber recht lockeren Wettkampf daraus, der aber ein ganz anderes Ende bescherte. Bereits mit dem ersten Versuch stieß sie die Kugel auf die neue PB von 9,95 m, was gleichzeitig neuen Vereinsrekord bedeutete. Das diese Leistung dann final auch für den Endkampf der besten acht Kugelstoßerinnen reichte, stand überhaupt nicht auf "dem Plan".  Final belegte sie damit Rang acht und bekam damit ebenfalls eine Urkunde. Und nach Ines war es die zweite PB während dieser Titelkämpfe.

Fast gleichzeitig stand Björn Simon in der M45 im Speerwurfwettkampf, der ebenfalls sehr spannend war und ebenfalls ein überraschendes Ergebnis hervorbrachte. Aber der Reihe nach. Auch Björn katapultierte das 800 Gramm schwere Wurfgerät gleich im ersten Versuch auf starke 49,46 m, womit er die Konkurrenz ebenfalls schon mal gut beschäftigte. Weiter flog sein Speer letztmalig 2022 in Erding, wo er die 50 m Marke übertraf, aber noch der M40 angehörte. Für die M45 ist diese Weite PB. Was aber noch viel wichtiger war, er warf noch zwei weitere Würfe über 49 m, wovon der 5. Versuch auf eine Weite von 49,57 m flog und damit final Silber gewann. Die zweite Medaille und dritte PB für unsere Farben.

Während Anja und Björn in ihren Wettkämpfen standen, machte sich Kerstin Krolikowski für den Dreisprungwettbewerb der Klasse W55 fertig und die Staffeln der Klassen W40 und W50, sowie der M40 standen nun nacheinander, aber während der Wettkämpfe der Vereinskamerad/innen auf der Laufbahn. Kerstin hatte dieses Mal Probleme mit kleineren Verletzungen im Sprungfuß, die sie sich noch während der LVN-Masters zugezogen hatte. Aufgrund dessen konnte sie den Mitstreiterinnen in ihrer Klasse nicht wie gewohnt "die Stirn"bieten. Dennoch belegte sie mit 7,55 m Rang sechs und erhielt ebenfalls eine Urkunde. Erneut ein Podestplatz.

Während Kerstin im Dreisprung "tätig war", waren nun die Staffeln an der Reihe. Und für unseren Verein waren zuerst die Damen der W50/55 am Start, die in der Besetzung Ines Ditters, Therese Jäger, Beate Derichs und Ira Horstmann lief. Trotz der kurzfristigen Umstellung in der Staffel (Beate Derichs für Anja) schafften die Mädels neben Rang sieben und Urkunde, eine neue PB, denn die erlaufene Zeit von 66,83 sec bedeutete gleichzeitig die Verbesserung des Vereinsrekordes und des Kreisrekordes, den sie selbst gehalten haben. Nun scheint auch der Regionsrekord in diese Klasse (65,0 sec) nicht mehr so außer Reichweite zu sein. Schaun wir mal im nächsten Jahr. 

Jetzt standen unmittelbar danach die Mädels der W40/45 Staffel auf der Rundbahn, die in der Besetzung Nadja Krupskij, Lisa Puyn, Sonja Bauer und Bianca Till liefen. Natürlich wollten sie es den "älteren" Kolleginnen nachmachen und ebenfalls eine neue PB auf die Bahn zaubern. In einem tollen Rennen finishten die vier nach 59,06 sec und stellten eine neue PB auf. Das sie auch noch Fünfte geworden waren, zauberte ihnen ein breites Grinsen ins Gesicht. Zum Vereinsrekord fehlt eine knappe halbe Sekunde, was aber ihre Leistung überhaupt nicht schmälert, sondern Motivation sein soll. Nach den Mädels waren dann endlich die Jungs an der Reihe. Sie konnten entgegen den LVN-Masters, nun doch wieder in der eigentlichen Formation mit Ingo Driemeyer, Mario Till, Bernd Montforts und Alexander Elsner an den Start gehen. Das Ziel - nochmals die Zeit von Aachen (52,52 sec) zu steigern. Nach ihrem Zieleinlauf zeigte die Uhr 52,40 sec, was neue PB und Rang sechs für die Jungs bedeutete.

Last but not least stand jetzt um 17.40 Uhr Anja noch in ihrer zweiten Disziplin an der Wettkampfstätte. Der Diskuswurf der Damen W55 stand auf dem Zeitplan und auch hier hatten zehn Werferinnen gemeldet, von denen Anja auf Platz acht gelistet war. Auch in diesem Wettkampf auf dieser Anlage waren die Leistungen der Werferinnen erneut nicht so gut, wie sie es gewohnt waren. Aufgrund dessen kam es auch in dieser Konkurrenz zu einigen Überraschungen. Mit ihren finalen 26,93 m war Anja zwar nicht ganz zufrieden, dennoch belegte sie damit Rang sechs (vor einem Jahr noch Siebte), und konnte sich somit einen Platz verbessern. Laut Meldeliste sogar um zwei Plätze. 

Am Ende dieses zweiten Wettkampftages fassen wir zusammen, dass alle Aktiven sich unter den besten Acht platzieren konnten, dass zwei Medaillen (Gold und Silber), sowie fünf PB heraussprangen - Chapeau, welch ein Ergebnis. Euch allen herzliche Glückwünsche und weiter so.