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LVN- und FLVW-Meisterschaften der Senioren und Seniorinnen in Wassenberg

geschrieben von Harald Eifert am Dienstag, 08 Juli 2025 14:43 Uhr

Es standen die LVN- und FLVW (Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen) Meisterschaften der Senioren und Seniorinnen auf dem Programm, und die wurden vom SC Myhl Leichtathletik im Sportpark der Stadt Wassenberg ausgerichtet. Es war eine Menge Vorarbeit nötig, damit alle Disziplinanlagen so hergerichtet waren, dass sie für die Teilnehmer/innen an dieser Meisterschaft sehr gut nutzbar waren.

Damit die Veranstaltung auch den nötigen Rahmen bieten konnte, wurden neben den jeweiligen Landesverbandsfahnen auch die Vereins- und die Stadtfahne aufgehängt, und die Tribüne wurde mit den Transparenten des LV Nordrhein sowie der Sponsoren und des SC Myhl LA ausgestattet. Für die Versorgung der Kampfrichter/innen und Sportler/innen sowie der vielen Zuschauer, wurde ein Kühlwagen bestellt, der ständig kalte Getränke und Speisen bereit hielt.

Das Wetter spielte am ersten der beiden Wettkampftage sehr gut mit, bot den aktiven Sportler/innen allerdings auch kräftigen Wind an. Teilweise für die Sprintstrecken mit über drei Meter Rückenwind zuviel Wind, sodass die erzielten Zeiten nicht alle in den jeweiligen Bestenlisten berücksichtigt werden können.

Der SC Myhl LA hatte zudem dafür gesorgt, dass an allen Wettkampfstätten neben einem Tisch und zwei Stühlen für die Kampfrichter/innen auch noch entweder ein größeres Zelt oder Pavillons platziert wurden, die mit mehreren Bänken bestückt wurden, damit die Sportler/innen sich immer wieder mal setzen konnten. Das hatte es bislang in dieser Form noch nicht gegeben und wurde auch von allen sehr positiv bewertet.

Neben der anfänglichen Versorgung aller Kampfrichter/innen (unmittelbar nach der Kari-Besprechung) mit Getränken, fuhr ein bewährtes Orga-Team zwei- bis dreimal im 90 Minuten-Rhythmus durch das Stadion, um weitere Getränke zu reichen.   

Pünktlich um 10.30 Uhr begannen die Wettkämpfe am Samstag und wurden gegen 17.00 Uhr beendet. An den jeweiligen Wettkampfstätten wurden von den dort tätigen Schiedsrichtern die Siegerehrungen für die drei besten Sportlerinnen und Sportler des LV Nordrhein und den/die Beste/n des FLVW durchgeführt. Die dazu gehörigen Urkunden wurden anschließend im Mehrzweckraum des Tribünengebäudes ausgegeben. 

Die Ausgabe der Urkunden wurden durch Helferinnen des SC Myhl LA durchgeführt. So standen auch an den jeweiligen Disziplinorten jeweils ein/e Helfer/in unseres Vereins. Das die Wettkampfleitung dieser Veranstaltung unserem Vereinskameraden Keijo Böhmelt übertragen wurde, freute uns ebenso, wie die übertragene Leitung des Starterteams an seine Schwester Tamara Böhmelt.

Die Herrichtung der Weitsprunganlage ist seit langem das Terrain von Harald Sieben, der diese Anlagen während der Wettkämpfe so "pflegt", als wäre es sein Garten. Und der ist ihm "heilig". Weitere offizielle Kampfrichter/innen für den LV Nordrhein in diesen beiden Tagen waren Hannes Berger und Björn Simon im Wettkampfbüro für die Auswertung, Nadja und Konstantin Krupskij sowie Marie Jansen, die als Bahnrichter eingesetzt waren. Neben diesen genannten Myhlern waren an diesen beiden Tagen noch viel mehr Vereinsmitglieder in die Abläufe eingebunden, die zum Teil in zwei "Schichten" eingeteilt waren, damit die Veranstaltung reibungslos ablaufen konnte. Dafür schon mal an dieser Stelle ein dickes Ausrufezeichen und großes Dankeschön an alle.

Nun aber zum sportlichen Bereich und den "Tätigkeiten" unserer Sportlerinnen und Sportler, die trotz der Ausfälle von Leistungsträger/in, zur Hochform aufliefen und ihr Fehlen kompensieren wollten. Vorweggenommen ist ihnen das auch sehr gut gelungen. Dennoch haben wir Therese und Hubert sehr vermisst.Als Erster sorgte Björn Simon am Samstag für das erste Ausrufezeichen für unsere Farben, in dem er den Speerwurf der M45 mit 43,41 m gewann. Als nächster unserer Athleten stand Peter Holthuijsen im Kugelstoßen der M65 im Wettkampfgeschehen. Mit verbesserten 11,60 m holte er für den Verein Silber und die zweite Medaille.

Währenddessen sprang sich Ingo Driemeyer bereits im Weitsprung ein, wo er final mit 4,40 m die Klasse M45 gewann.     

Aus unserer Sicht standen nun die 1.500 m Läufe der Senioren und Seniorinnen nacheinander im Fokus, und während bei den Männern Kai Weyers in der M30 und Alexander Elsner in der M45 starteten, nahm in der W50 Ira Horstmann diese Strecke unter ihre Füße. Kai lief im ersten von drei Läufen mit und beendete dieses nach 4:46,17 min. Dies bedeutete nach einer für ihn sehr schweren Woche Gold. Alex knüpfte an die Leistungen der letzten Wochen an, und lief im zweiten Lauf mit 4:53,10 min nicht nur neue Bestzeit, sondern gewann damit auch Bronze. Bei den "Mädels" lief Ira mit 6:51,08 min ebenfalls auf den Bronzerang und ihrer ersten Medaille bei Landesmeisterschaften.

Nun folgte mit dem Diskuswurf der M45 der zweite Auftritt von unserem zweiten Vorsitzenden Björn Simon, der diese Disziplin final mit 29,59 m für sich entschied und damit sein zweites Gold einstrich. Aber durch Oliver Kranz, der wieder mit dem Sport angefangen hat, saß ihm ein Vereinskamerad mit 28,65 m unmittelbar im Nacken und holte Silber. Also ein Doppelsieg für unsere Farben.

Mittlerweile hatten sich auch die 200 m Läufer/innen warmgelaufen und absolvierten ihre Disziplin. Mit am Start für uns bei den Männern war der reaktivierte Wolfgang Paulus, der in der M70 startete und Ingo Driemeyer in der M45. Mit erzielten 40,89 sec gewann Wolfgang Silber, während Ingo mit neuer Bestzeit von 26,85 sec Vierter wurde. Bei den Damen standen für uns Beate Derichs (W55) und Bianca Till (W45) an der Startlinie. Bianca erzielte mit 34,00 sec ebenfalls neue Bestleistung und gewann damit Bronze. Ihre erste Medaille bei Landesmeisterschaften. Beate holte sich mit 40,11 sec (neue PB) sogar den Sieg.

Während die 200 m Läufe durchgeführt wurden, startete Kerstin Krolikowski im Dreisprung der W55. Sie erzielte mit 8,11 m sogar ihr Wunschergebnis und holte sich damit die Goldmedaille. Dass sie damit ihren eigenen Vereinsrekord einstsellte, soll nicht unerwähnt bleiben. Kurz danach stand Peter Holthuijsen in der M60 im Diskusring und kämpfte auch dort um Edelmetall. Sein bester Versuch landete bei 35,43 m, was am Ende Rang fünf bedeutete.

Und so wie der Tag für unsere Farben begonnen hatte, so hörte er auch wieder auf. Björn Simon beendete für unser Team den erfolgreichen Tag mit der Teilnahme am Kugelstoßen der M45. Mit 10,98 m gewann er auch diesen Wettkampf und gewann damit sein drittes Gold - Chapeau. 

Früh am Morgen des zweiten Wettkampftages wurden alle Wettkampfstätten wieder schnell einsatzbereit gemacht, damit es auch an diesem Tag pünktlich losgehen konnte. Und pünktlich bedeutete auch für unsere Athleten/tinnen 10.00 Uhr, denn der Speerwurf der W35 mit Julia Salentin und das Kugelstoßen der W55 stand auf dem Zeittableau. Hatte Anja Deckers in den letzten beiden Jahren im Kugelstoßen noch immer etwas Pech, so konnte sie dieses Mal ihre Konkurrentinnen "in Schach" halten, denn gleich mit dem ersten Stoß, der mit 9,53 m gemessen wurde gewann sie später den Titel und holte Gold. Das sie diese Weite gleich zweimal erzielte, soll nicht unerwähnt bleiben. Ebenso schön war das gleichzeitige Ergebnis im Speerwurf von Julia Salentin, die ihr Wettkampfgerät auf 21,21 m schleuderte und dafür Bronze erhielt. 

Etwas später begann für Anja Deckers das Diskuswerfen der W55, und auch hier zeigte sie von Beginn an, was sie wollte. Auch wenn der erste Versuch ungültig war, so schleuderte sie das Wurfgerät im zweiten Versuch auf 26,65 m. Im letzten Versuch legte sie mit 26,83 m noch "einen drauf" und verbesserte ihren eigenen Vereinsrekord. Damit gewann sie nicht nur zum zweiten Mal Gold, sondern erzielte auch mit beiden Würfen neue Vereinsrekorde.

Nahezu gleichzeitig begannen die 3.000 m Läufe der Männer, in denen auch wieder Myhler mit dabei waren. Bernd Bodens in der M55 und im ersten Lauf startend und Bernd Montforts, der in der M45 und im zweiten Lauf antrat, waren für unsere Farben am Start. Während Bernd Bodens die siebeneinhalb Stadionrunden in 11:06,68 min zurücklegte und dafür eine starke Silbermedaille erhielt, machte der Montforts Bernd sein Meisterschaftsdebüt bei diesen Meisterschaften. Er machte ein schönes Rennen und finishte mit 11:54,19 min (sein Ziel deutlich unterboten) auf Platz fünf.

Nun folgte aus unserer Sicht das Kugelstoßen der W35, in dem auch wieder Julia Salentin am Start war. Leider passierte ihr direkt im ersten Versuch ein ganz dummes Missgeschick, in dem ihr das Knie nach hinten wegsackte und sie den Wettkampf nicht beenden konnte. Auch dieser erste Versuch wurde durch diese Verletzung leider ungültig. Liebe Julia, wir alle wünschen Dir von dieser Stelle aus alles Gute und eine schnelle und gute Genesung. (Spätere Diagnose - Kreuzband gerissen).

Nun ging es auf der Rundbahn wieder richtig los, denn die 100 m Läufe aller Klassen standen auf dem Zeittableau. Für unsere Farben stellten sich Ingo Driemeyer in der M45 und Beate Derichs in der W50 dem Starterteam sowie der jeweiligen Konkurrenz. Während Ingo mit 13,14 sec die nächste PB erzielte und damit Vierter wurde, gewann Beate mit ebenfalls neuer PB von 18,92 sec ihren zweiten Titel bei diesen Meisterschaften. Und während Beate noch die Zielgerade herunter sprintete, begann für Kerstin Krolikowski der Speerwurf der W55. Es war ein "heißer" Wettkampf, den sie sich mit ihrer härtesten Konkurrentin lieferte, die allerdings auch als leichte Favoritin in diesen Wettkampf gestartet war. Dennoch konnte Kerstin mit ihrem besten Wurf, der mit 26,32 m gemessen wurde, und damit 17 Zentimeter Vorsprung ihren zweiten Titel "einfahren". 

Und wenn irgend jemand annahm, dass unsere aktiven Jungs und Mädels der Mastersklassen bereits ihr "Pulver verschossen" gehabt hätten, den belehrten diese eines besseren. Denn es folgten ab 15.05 Uhr die 800 m Läufe der Frauen und ab  15.20 Uhr die 800 m Läufe der Männer. Und in beiden Kategorien standen erneut die "Lila-Gelben" an der Startlinie, wenn auch nur zwei. Den Anfang machte Ira Horstmann im Rennen über die beiden Stadionrunden in der W50. Und mit 3:25,66 min holte sie sich ihre zweite Medaille, dieses Mal die silberne. Im Rennen der Männer M45 stellte sich Alexander Elsner wieder der Konkurrenz, und dieses Mal bekam er leider den schlechteren Lauf zugelost, sodass er ca. 500 m vorne allein das Tempo machen musste. Final reichte es damit leider nur zu Rang fünf, aber dennoch erzielte er mit 2:23,18 min einen neuen Hausrekord, was gleichzeitig auch bedeutet, dass er deutlich schneller kann.

Den Schlusspunkt der Veranstaltung setzten die 4 x 100 m Staffeln der Männer und Frauen. Und dieses Mal konnten wir nach ganz langer Zeit wieder einmal eine Staffel aufbieten. Das es dann final zu zwei Staffeln reichte, ist dem Spaß und der Leidenschaft unserer Sportlerinnen "geschuldet". So brachten wir mit Bianca Till, Nadja Krupskij, Nina Gläsner und Lisa Puyn ein Team in der W40/45 und mit Kerstin Krolikowski, Anja Deckers, Beate Derichs und Ira Horstmann ein zweites Team in der Klasse W50/55 an den Start. Das schöne an diesen beiden Staffeln war, dass sie beide Zweite wurden und dafür Silber erhielten.  Was für ein Meisterschaftswochenende. 

Es soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass es bereits um 13.30 Uhr angefangen hatte zu regnen, was sich zu einem Dauerregen über den gesamten weiteren Tag entwickelte. Dessen aber unbeeindruckt waren alle Sportlerinnen und Sportler an diesem zweiten Wettkampf trotzdem mit großem Engagement bei der Sache. An diesen beiden Wettkampftagen wurden insgesamt 432 Saisonbestleistungen und 139 persönliche Bestleistungen von allen beteiligten Sportlern/innen erzielt. Welch ein gewaltiges Ergebnis, und das in unserem Wassenberger Stadion. 

Das unsere Sportler/innen mit elf goldenen, sieben silbernen und vier bronzenen Medaillen nach "Hause" gehen/fahren konnten rundet aus unserer Sicht ein tolles, aber sehr arbeitsreiches Wochenende sehr zufrieden ab.

Wir gratulieren euch allen zu diesen Leistungen und Erfolgen und wünschen euch auch weiterhin so viel Spaß und Lust auf die Leichtathletik, wie ihr sie am Wochenende gezeigt und den jüngeren Sportlern/innen vorgemacht habt.

Vor unserem Veranstaltungsteam verneige ich mich und zolle allen den größten Respekt. Allerdings geht solch eine Gesamtleistung nur in einem intakten, homogenen, engagierten und sehr motivierten Team.

Danke.