Deutsche Senioren-Meisterschaften in Leinefelde-Worbis

geschrieben von Harald Eifert am Montag, 11 Juli 2016 13:30 Uhr

Und auch in diesem Jahr waren die Deutschen Senioren-Meisterschaften wieder in den neuen Bundesländern. Nachdem Zittau und Erfurt in den letzten Jahren oftmals als Ausrichter für diese Meisterschaften fungierten, war in diesem Jahr Leinefelde-Worbis/Thüringen in der Verantwortung.  Mit einem Satz kann man diese Veranstaltung als tolle Veranstaltung bezeichnen. Sie war liebevoll vorbereitet und nahezu professionell durchgeführt worden.

Es war ein schönes Event, mit guten bis sehr guten Leistungen unserer Aktiven. Neben dem Wetter, war auch die Stimmung sehr gut, sodass die Tage umgingen wie im Flug. 

Leider gibt es auch immer wieder Dinge, die sich nicht so entwickeln, wie man sie geplant, bzw. wie man sie erwartet hat. Nach guten Trainingseinheiten konnten wir die sehr gute Verfassung unserer Atlethinnen feststellen, sodass wir uns auf die Wettkämpfe richtig freuten. Kurz vor dem Vorlauf über 80 m Hürden testete Anja nochmal aus dem Block die ersten beiden Hürden. Beim zweiten Lauf passierte das Malleur und sie fiel mit einem Schrei auf die Bahn. Die erste Diagnose ergab einen Muskelfaserriss und das Ende der Wettkämpfe für Anja Deckers bei diesen nationalen Meisterschaften.

Am Samstag, dem zweiten Wettkampftag waren Beate Derichs und Björn Simon an der Reihe. Während Björn mittags im Speerwurf der M35 an der Reihe war, hatte Beate ihren Start über 400 m in der W50 nachmittags zu absolvieren. Dadurch, das sehr viel Wind vorherrschte, war es in den Langwurfdisziplinen eine richtige Lotterie. Man mußte also den Wind in jedem der sechs Würfe einkalkulieren, damit der Speer nicht abstürzte oder aus dem Sektor geblasen würde. Björn machte seine Sache richtig gut und setzte sich bereits ab seinem zweiten Wurf unter den Medaillenrängen fest. Festigen konnte er Rang zwei bei seinem vierten Versuch, den er mit 50,82 m abschloß. Leider war der fünfte Versuch minimal ungültig, denn der Speer landete bei über 52 m. Aber das passiert eben schon mal, wenn man sich auch noch mit Gegnern und Wind "herumzuschlagen" hat.

Anschließend holten wir Beate im Hotel ab, sodass auch sie sich entsprechend vorbereiten konnte. Im Rennen über die Stadionrunde erzielte sie schlußendlich mit 77,00 sec Rang zehn und schaffte erneut die Norm für die Deutschen Senioren-Meisterschaften im näcsten Jahr. Der letzte unserer Athleten war Karl-Heins Lohrbach, der ebenfalls über 400 m, aber in der M55, startete. Trotz einiger leistungshemmender Dinge, die im Vorfeld zu verzeichnen waren, stellte er sich der Konkurrenz und dem Starter. Nachdem der erste von zwei Läufen mit 59,59 sec gewonnen wurde, war die Richtung vorgegeben. Mit seiner Vorleistung aus dem Essener Rennen der LVN-Meisterschaften, mußte er da schon eine andere Leistung anbieten. Und das tat er auch, denn nach einer 27 für die ersten 200 m, durcheilte er das Ziel nach 58,08 sec als sensationeller Dritter. K-H. Lohrbach - Bronze bei den Deutschen - das hätte vorher niemand für möglich gehalten. Chapeau lieber Karl-Heinz.

An Tag drei, begann für unser Team der Tag schon sehr früh, denn Kerstin Krolikowski war mit 9.15 Uhr schon sehr früh drann. Aufgrunddessen nahmen wir unser Frühstück gegen 7.00 Uhr ein und fuhren dann ins Stadion. Die letzten Eindrücke des Trainings von Freitag hatte sie sich leider nicht mit in diesen Wettkampf heruüber retten können. Dennoch erzielte sie mit 29,63 m eine schöne Weite, und belegte ähnlich, wie in den vergangenen Jahren, Rang fünf. Sie war nicht ganz mit ihrer Weite zufrieden, aber nicht jede Anlage liegt den Technikern. Auch sie hat damit schon die Norm für die nationalen Titelkämpfe im nächsten Jahr in der Tasche.

Abschließend donnerte Beate noch in der W50 über 200 m und erzielte dabei 33,05 sec. Ich habe sie in den letzten Jahren noch niemals so knautschen sehen, wie in diesem Rennen - famose Leistung. Leider lief sie mit fünf Hundertstel Sekunden an der Norm für die nächsten Deutschen vorbei. Aber das kann sie ja noch nochholen.

 

Euch allen herzliche Glückwünsche zu euren Leistungen und Anja gute Besserung von dieser Stelle aus.