Trainingslager in Paderborn – Hövelhof vom 28.12.2007 bis zum 04.01.2008
 

Sehnsüchtig wurde auf diesen Tag gewartet: Am 28.12. 2007 sollte es dann losgehen. Mit einer Spitzenteilnehmerzahl von 29 Leuten, die im Silvestertrainingslager noch nie erreicht wurde, startete eine Kolonne aus Gerderath nach Hövelhof. Beinahe pünktlich fuhren wir mit einem ziemlich gestressten Trainer los. Die vollbepackten Autos mussten sich zwar durch einige kleine Staus schlängeln, aber um die Mittagszeit kamen wir alle wohlerhalten an der Landhauspension an. Zwar war das Wetter ungemütlich, doch Josef, der treue Wachhund, begrüßte uns trotzdem schwanzwedelnd. Aber auch alle anderen empfingen uns recht herzlich. Nachdem die Zimmer zugeteilt worden waren, begann jeder seine Koffer mehr oder weniger auszupacken. Kaum war man mit den ersten Besichtigungen und dem Ausladen fertig, tuckerten wir nach Paderborn zur Ahorn-Halle, um dort unser erstes Training zu absolvieren. Nach diesem stressigen Tag wurden wir mit einem - wie immer köstlichen - Essen belohnt. Es gab reichlich an Menge und Vielfalt! Danach probierten alle die Spiele aus, die mitgebracht wurden. Viele kannte man aus den vorherigen Jahren, doch besonders die Neuen lernten einiges Neues kennen. Sehr beliebt waren die Spiele Bohnanza, Skat, Phase 10, Poker und Nobody is perfect, die nicht selten in einem spaßigen Chaos endeten. Auch dieses Jahr boten Reiner und Jupp sehr leckeren Cappuccino und Tee an, der in den meisten Fällen beruhigend wirkte, doch manche davon überaus aktiv wurden :). So ging der erste Tag zur Neige und man konnte sich schon, obwohl die meisten noch pappsatt vom Abendessen waren, auf das mit Obstsalat, verschiedenen Aufschnitten, Müsli und gelegentlich Ei bestückte Frühstück freuen.

 

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück erst einmal nach Hövelhof, wo einige wichtige Besorgungen getätigt wurden. Darauf fuhr die ganze Truppe erneut zum Ahorn-Spotpark, um dort das erste Tempotraining in der Halle auf der 200m-Bahn zu meistern. An diesem Tag sollten auch die meisten Mittel- und Langstreckler ein Tempotraining bewältigen, dass eher auf die "sprintige" Art zugechnitten war. Doch auch diese Einheit wurde von der Mehrheit mit Bravour vollbracht. Leider mussten einige unserer kleineren Mädchen an diesem Tag aussetzten, da sie erkrankt waren. Im Laufe der weiteren Woche bestritten wir noch zwei andere Tempotrainingtage (eins in der Halle und ein anderes draußen auf der 1000m-Runde), einen Dauerlauf im Wald und einige Techniktrainings. An den Tagen, an denen Techniktraining angesagt war, befassten sich eine Gruppe meistens mit Langhürden oder Kurzhürden und eine zweite Gruppe vorwiegend mit Dauerläufen, Stabilisationstraining oder  Laufschulung. Jakob bildete eine eigene Trainingsgruppe und verfeinerte seine Technik im Kugelstoßen und Diskuswerfen. Nicht nur Harald förderte uns blendend, sondern auch Ena, obwohl ihr Trainingsplan auch voll bepackt war, kümmerte sie sich um die Hochspringer. Dies gebrauchte einige Organisations- und Absprechungskünste. Auch der Kraftraum wurde von einigen - in manchen Fällen wegen Verletzungen - genutzt. Um sich von den Strapazen des Tages zu erholen fuhren wir zwei mal in die Westfalen Thermen. Dort konnte man sich im Whirlpool die Beine lockern, in der Sauna schwitzen, auf der Rutsche Spaß haben oder einige Bahnen schwimmen. Außerdem puschte uns Harald durch entspannende Massagen und von einigen verhasste Magnesiumtabletten. Ena stellte die Verstromungsgeräte zur Regeneration bereit.

Und wieder fuhren wir Samstagabends ins Kino. Die klaren Favoriten gehörten "Keinohrhasen", "Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können" und "Klang des Herzens". Aber auch "Alien vs. Predator 2" und "Der goldene Kompass" wurden auch gerne gesehen. Das Kinoplex ist durch die Myhler wieder um einiges reicher geworden, da wir einiges von unserem Budget durch Popcorn (Zimtpopcorn!!!) loswurden. Den Kinobesuch bekam Jakob von uns restlichen zu seinem 16. Geburtstag, der an Silvester gefeiert wurde, geschenkt. Nicht nur er, sondern auch Manisha kann sich seit dem dritten Januar zu den sechszehnjährigen zählen. An ihrem Geburtstag fuhren wir ein zweites mal ins Kino.

 
Den berühmten Abschlussabend zogen wir dieses Jahr auf den Silvesterabend vor. Für einen lustigen Abend sorgten die 14- bis 16-jährigen Mädels. Sie hatten die Spiele "Wadenfühlen", "Extreme" und das "Klickspiel" vorbereitet. Die Spielrunde wurde mit dem amüsanten "Klickspiel" eingeläutet, dabei wurden die Neuen mächtig aufs Glatteis geführt. Sie sollten einen wandernden "Klicker" finden, der allerdings nicht wie vermutet hinter den Rücken weitergegeben wurde, sondern hinten an Manishas T-Shirt befestigt war. Leider konnte keiner diesem Trick auf die Schliche kommen. Darauf folgte das Spiel "Extreme", das ähnlich funktioniert wie die bekannte Fernsehshow von Jürgen von der Lippe. In eingeteilten Gruppen sollte man sich zuerst Begriffe für die Teilbereiche Gurgeln, Erklären, Pantomime und Malen mit den Themen Lieder, Promis, Sportarten und Flora & Fauna überlegen. Nachher versuchte eine andere Gruppe die Begriffe in den verschiedenen Darstellungsweisen zu erraten. Hier konnte man sich besonders über die Gurgelkünste einiger Kameraden ("der prustende Jupp", "der hüpfende Alex" und "der rockende Reiner") belustigen. Aber auch die Malkünste ließen manchmal zu wünschen übrig. Am Ende gab es mehrere Sieger mit der gleichen Punktzahl. Als nächstes gingen Freiwillige vor die Tür, um nachher die Waden der Vereinskollegen zu ertasten. Dies sollte sich als gar nicht mal so einfach erweisen! Auf allgemeinen Wunsch wurde auch noch das Spiel "Schluppenzuordnen" gespielt. Wieder mussten die Neuen ans Werk. Es ist doch erstaunlich wie sehr manche Leute auf die Füße der anderen achten! Kurz vor zwölf begaben wir uns  nach draußen, um dort gut ins neue Jahr zu rutschen. Leider war es sehr nebelig, deswegen konnte man nichts vom nahen Feuerwerk sehen. Doch mit Wunderkerzen und Sekt für die Älteren wurde nachgeholfen.

   

So neigte sich das Silvestertrainingslager mit viel Elan und Spaß dem Ende zu. Obwohl einige verletzt waren, konnten wir gute Erfolge und Fortschritte aufweisen. Mit lieben Worten verabschiedeten wir uns von den Gökes und machten uns auf zum letzten Tempotag dieses Trainingslagers. Auch dieses meisterten wir noch. Nach einer langen und großen Verabschiedung, die überflüssig war, da man sich am nächsten Tag zum Pizzaessen bei Harald traf, konnten wir uns aus der Kälte in die warmen Autos setzten und den Heimweg antreten. Um es mit den Worten von Harald zu sagen: "Bis nächste Woche!". Denn bis zum Ostertrainingslager dauert es ja wirklich nicht mehr lang!